Author Topic: Doku Amber 2006  (Read 12396 times)

Skyfly

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Doku Amber 2006
« on: Januar 07, 2006, 05:09:14 pm »
Name: Amber
Farbe: Fuchs
geb. am  12.05.1997
Rasse: Haflinger
Stockmass: 1,48 m
Geschlecht: Stute
Abstammung Vater: Alban
Abstammung Mutter: Meta
Wohnort: Südliches Rheinland (NRW)
Besonderheiten: Amber ist eine Diva, aber ist trotz einer guten Portion Pepp kooperativ bei der Arbeit. Es dauert etwas, ihren Respekt und ihr Vertrauen zu gewinnen, doch wenn man einmal einen Draht zu ihr gefunden hat, ist sie ehrlich und treu.

Behandlung 2006: Desensibilisierung, bei Bedarf zusätzlich Leovet Bio-Hautöl. Falls eine deutliche Verschlechterung gegenüber 2005 eintreten sollte, sehr wahrscheinlich El Nino.
« Last Edit: Januar 07, 2006, 05:09:57 pm by Skyfly »

Skyfly

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Vorgeschichte
« Reply #1 on: Januar 07, 2006, 05:09:39 pm »
Ich habe Amber im April 2004 von ihrer Züchterin übernommen. Davor war sie „hauptberuflich“ Zuchtstute (3 Fohlen). Das SE hat sie aller Wahrscheinlichkeit nach erst 2004 entwickelt. Im ersten Jahr schneller, aber leider nur kurzfristiger Erfolg mit Homöopathie. Gegen Ende der Saison 2004 Umstieg auf Leovet Bio-Hautöl. 2005 war das erste Jahr, in dem sie desensibilisiert wurde, was eine deutliche Senkung ihrer Allergie-Titer auf Kriebelmücken und Bremsen und damit Verbesserung ihrer Symptome brachte. Unterstützend an sehr schlimmen Tagen (insbesondere bei Wetterumschwüngen von Trocken auf Feucht) musste zusätzlich Bio-Hautöl eingesetzt werden.

Amber

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Januar 2006
« Reply #2 on: Februar 01, 2006, 09:44:18 pm »
Beschreibung des Gesundheitszustandes:

Amber geht es supergut - kein Wunder bei Dauerfrost . Die Mähne wächst leider fast nur in die Breite und kaum in die Länge. Ich versuche sie jetzt durch regelmäßiges Kämmen und manchmal auch Einflechten auf der rechten Seite zu halten, da überall neue Haare nachsprießen und das Ganze im wilden "Doppelmähnenlook" sehr zerrupft aussieht. Um dies zu verdeutlichen habe ich in diesem Monat auf ein Schweifbild verzichtet (der wächst und wächst und muss regelmäßig nachgeschnitten werden- Bilder gibt´s dann ab Februar). Bild Nr. 1 zeigt also Amber nach zwei Tagen ohne Mähne ordnen, Bilder 2 und 3 im gekämmten Zustand ;-) 

Art der Behandlung:

Noch keine Behandlung in direktem Zusammenhang mit dem SE. Leider hatte das Labor in Italien, das unser Desensibilisierung-Serum herstellt, arge Engpässe. Mein TA und ich erwarten die Lieferung in den nächsten Tagen. Amber bekommt täglich 15 ml Schwarzkümmelöl ins Müsli. Hauptsächlich, weil wir letzten Winter Probleme mit Husten hatten. Da sich Schwarzkümmel auch positiv auf´s SE auswirken soll, werde ich dies bis ins Frühjahr beibehalten, solange sie Kraftfutter bekommt. Ohne Kraftfutter (also nur mit Heucobs oder Möhren) bekomme ich weder das Öl noch SK-Pellets in sie hinein, sodass ich zur Weidesaison leider damit aufhören muss. Der Schwarzkümmel bekommt ihr sehr gut: kein Husten und ein seidiges Fell. Seit Mitte Januar brauche ich zusätzlich noch meine Kieselgur-Reste vom letzten Fellwechsel auf (20 gr. täglich).
« Last Edit: Februar 01, 2006, 09:45:17 pm by Amber »

Amber

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Februar 2006
« Reply #3 on: Februar 28, 2006, 09:46:08 pm »
Beschreibung des Gesundheitszustandes:

Auch im Februar hat Amber noch keinerlei Anzeichen des Sommerekzems. Ab und an entdecke ich beim Putzen ein paar ganz kleine Schuppen im Bereich des unteren Mähnenkamms, die sich jedoch ganz einfach ausbürsten lassen. Der Schweif sieht im oberen Bereich auf den ersten Blick etwas zerrupft aus, was aber am gelegentlichen kurzen "Rosse-Schubbern" und an den vielen Haarwirbeln in diesem Bereich liegt. In der letzten Februarwoche hat ganz langsam der Fellwechsel eingesetzt.

Art der Behandlung:

Leider immernoch kein Start der Desensibilisierung. Das Serum ist zum Glück mittlerweile eingetroffen und der TA will es mir in der ersten Märzwoche vorbeibringen. Da wir bisher noch keine Temperaturen über 7 Grad hatten und Ende Februar wieder Neuschnee fiel, ist es hoffentlich noch früh genug. Weiterhin bekommt Amber neben Heu eine Miniportion Kraftfutter, in der ich -gut gemischt mit Möhren, Äpfeln und Bananen- das Schwarzkümmelöl und die Kieselgur unterbringen kann.
« Last Edit: Februar 28, 2006, 09:47:10 pm by Amber »

Amber

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März 2006
« Reply #4 on: April 03, 2006, 07:07:40 pm »
Beschreibung des Gesundheitszustandes:

Noch keine Sommerekzem-Anzeichen. In der vorletzten Märzwoche war es ein paar Tage mal über 15 Grad warm, so dass man vereinzelte Mücken beobachten konnte. Gegen Ende März allerdings wieder viele Schauer und kühler. Der Fellwechsel ist in vollem Gange und wird sich wohl noch bis in den April hineinziehen. Ich habe es aufgegeben, die Mähne durch häufiges Flechten auf einer Seite halten zu wollen und lasse sie jetzt wieder als Doppelmähne fallen. Leider legen sich nur die kürzeren und die neu nachwachsenen Haare auf die linke Seite - aber ok... Der Schweif wurde 15 cm gekürzt, so dass er noch lang genug ist, um bald die Fliegen vertreiben zu können, aber nicht mehr mit der Spitze durch den Matsch schleift  :).

Art der Behandlung:

Am 11. März habe ich mit der Desensibilisierung (häufig -wie ich jetzt durch Zufall herausfand- auch unter dem Namen "Spezifische Immuntherapie" zu finden) angefangen.
Es gibt eine leichte Veränderung zum Therapieplan 2005: Wir arbeiten nun mit drei (statt nur mit zwei) Verdünnungsstufen, da die Therapie am Spätsommer enden soll. Die letzten fünf Spritzen werden dann nur noch ein sehr stark verdünntes Serum enthalten. Außerdem beträgt der Regelabstand nun nur noch eine (statt wie in 2005 zwei) Wochen. Im letzten Jahr konnte ich beobachten, dass die Symptome gegen Ende des Injektionsintervalls langsam wiederkehrten. Um dies von vornherein zu unterbinden, bereitete das Labor das Serum für die wöchentliche Anwendung auf; dafür spritze ich dann allerdings nur 1 ml anstelle von 2 ml.
Die ersten fünf subcutanen Injektionen der ersten Verdünnungsstufe (2 ml statt 3 ml in 2005) habe ich vom 11. bis 22. März im Abstand von je drei Tagen gesetzt. Seitdem wird einmal pro Woche sub- oder intracutan gespritzt. Bei Bedarf kann der Abstand auf fünf oder sogar drei Tage verkürzt werden. Amber hat die ersten sechs Spritzen ohne Probleme überstanden - trotz Kriebelmückenspeichel aus der Kanüle  ;).
« Last Edit: April 03, 2006, 07:12:10 pm by Amber »

Amber

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April 2006
« Reply #5 on: Mai 02, 2006, 06:47:09 pm »
Beschreibung des Gesundheitszustandes:

Amber geht es prima. In den paar vereinzelt warmen Tagen im April hatte sie zwar (genau wie der Nicht-Ekzemer) die Ohren, Achselhöhlen und den Bereich um das Euter herum zerstochen, aber das hat sie nicht zum Schubbern veranlasst. Der Fellwechsel ist so gut wie erledigt. Anfang April wurde angeweidet, seit 30.04. sind die Pferde komplett 24 Stunden draußen auf den Sommerkoppeln. Die Mähne bleibt seit März Doppelmähne - rechts lang, links kurz  ::).

Art der Behandlung:

Weiterhin planmässig einmal die Woche Immuntherapie der zweiten Verdünnungsstufe per subcutan-Injektion. Dazu nach Bedarf Fliegenspray (momentan noch meine Reste aus dem Vorjahr der Firma Scheidler).
 
Futterzusätze: Weiter 15 ml Schwarzkümmelöl in einer Hand voll Kraftfutter (als Geschmacksträger), zusätzlich (ausschließlich im April für Fellwechsel) Leinölpellets. Sonstiges: Am 30.04. bei Eröffnung der Weidesaison Frühjahrs-Wurmkur (Telmin).
« Last Edit: Mai 02, 2006, 06:56:09 pm by Amber »

Amber

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Mai 2006
« Reply #6 on: Juni 05, 2006, 09:08:29 am »
Beschreibung des Gesundheitszustandes:

Die SE-Saison hat im Mai begonnen. Amber hatte vier ernstzunehmende Schubbertage. Zwei  davon Mitte Mai, wo sich auch borkige Krusten am Mähnenansatz bildeten. Nach Behandlung mit Leovet Bio-Hautöl lösten diese sich gut ab und die Haut darunter war gesund. Leider hat sich Amber bei einer Schubberattacke die Mähne mit einer braunen, klebrigen Pampe (Harz?) verfilzt. Bei Herauswaschen und Verlesen gingen leider eine ganze Menge Haare verloren ;-( , so dass die Mähne nun auf der rechten Seite für ihre Verhältnisse sehr ausgedünnt ist. Komplett gewaschen habe ich Amber dieses Jahr noch nicht.
Kritisch wird´s bei ihr immer dann, wenn das Wetter von trocken auf feuchtwarm umschlägt sowie wenn es lange geregnet hat und dann wieder wärmer wird. Ich überlege noch, ob ich mir für diese Zeiten eine Ekzemerdecke zulegen soll. Zunächst warte ich jedoch erst einmal ab, was passiert, wenn die Bremsen dazukommen.


Art der Behandlung:

Ende Mai konnte ich aufgrund des lang anhaltenden Regens mit Temperaturen teilweise auch tagsüber um die zehn Grad den Abstand der Desensibilisierungs-Spritzen auf zehn Tage erhöhen. Bis zu diesem Zeitpunkt bekam sie die Injektionen regelmäßig einmal pro Woche (1 ml Serum).
Bei Schubberattacken zusätzlich äußerliche Behandlung mit Leovet Bio-Hautöl. Die Innenseiten der Ohren, die Bauchnaht und der Bereich um das Euter herum schmiere ich zwei- bis dreimal pro Woche mit Melkfett ein. Dadurch sind diese Bereiche nicht allzu zerstochen.
Fliegenspray: Temazad (80% Neemöl, 20% Rimulgan, 1:10 verdünnt mit Wasser). Hilft gut gegen Kriebelmücken und pflegt die Haut. Außerdem nach Anleitung drei Wochen lang täglich CD-Vet Abwehrkonzentrat (die kleinere "Hundeflasche" - gleiche Zusammensetzung wie für´s Pferd) hinter die Ohren, in die Achselhöhlen und Innenseite der Hinterschenkel. Danach noch etwa dreimal die Woche. Scheint zumindest gegen Zecken (von denen wir hier sehr, sehr viele haben) zu helfen. Futterzusätze: weiter 15 ml Schwarzkümmelöl, zusätzlich Sempermin (Mineralfutter für Weidepferde) von St. Hippolyt. Sonstiges: 24 Stunden Weide mit Unterstand, Heu zur freien Verfügung. Ende Mai Tetanus- und Tollwutimpfungen.
« Last Edit: Juni 05, 2006, 09:17:42 am by Amber »

Amber

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Juni 2006
« Reply #7 on: Juli 01, 2006, 08:50:09 am »
Beschreibung des Gesundheitszustandes:

Amber schubberte sich im Juni an sechs Tagen. Die Attacken fielen jedoch wesentlich sanfter aus als im Mai. Am Deckhaar der Mähne lässt sich kein Schaden erkennen. Die Scheueraktionen bermerkte ich jeweils dadurch, dass die Haare unter der Mähne (also die, die am nähesten zum Hals liegen) zerwühlt waren. Die Schweifrübe hat sie an einem Tag jedoch sehr intensiv gewetzt, so dass dort nun eine lichte Stelle gut zu erkennen ist. An drei feuchtwarmen Tagen war der Mähnenkamm auf den untersten 10 cm leicht angeschwollen, ab und an gab es mal leichte Schuppenbildung.
Als schwere Gewitter gemeldet waren, haben wir an einem Tag die Fliegenmasken ausgelassen. Amber hat sich dadurch eine dicke Bindehautenzündung mit starker Schwellung und Rötung des Auges eingefangen, die wir trotz Salbe und 24stündigem Fliegenmaskentragen erst nach einer Woche wieder im Griff hatten. In dieser Zeit hat rieb sie sich sehr stark das Auge an den Vorderbeinen, was zu kahlen Stellen unterm Auge führte.
Insgesamt sieht Amber also angeschlagener aus als im Mai, es geht ihr ekzemmäßig aber dennoch besser. In der zweiten Junihälfte hatten wir aufgrund des heißen, aber trockenen Wetters überhaupt keine SE-Probleme (es gab dann auch viel weniger Kriebelmücken als bei hoher Luftfeuchtigkeit). Was ihr allerdings sehr zu schaffen macht, sind die Bremsen, die Ende Juni in Heerscharen über uns herfielen. Zwar bekommt sie von den Stichen keine Beulen mehr, da wir die Bremsenallergie ja in 2005 schon erfolgreich desensibilisiert haben, aber sie ist dennoch sehr genervt. Es scheint eine regelrechte Pest in diesem Jahr zu sein. Die Pferde haben kaum mal einen Tag ein wenig Ruhe - trotz permanentem Einsatz von Fliegenspray.

Art der Behandlung:

1 x wöchentlich Desensibilisierungs-Injektion. Äußerlich: an den Schubbertagen und bei Schuppenbildung zusätzlich wie gehabt Leovet-Biohautöl. Ich benutze allerdings immernoch die erste 500 ml-Flasche der Saison. Melkfett 2-3 mal pro Woche im Bereich Euter und Bauchnaht. Fliegenspray: Temazad und seit Beginn der Bremsenzeit Leovet Power Phaser. Sonstiges: 15 ml Schwarkümmel-Öl täglich, Sempermin als Mineralfutter. Anfang Juni wurde ein großes Blutbild erstellt. Amber hat keinerlei Spurenelemente-Mängel, auch Zink ist im Normbereich. Leber- und Nierenwerte ebenfalls ok. Sie hatte lediglich etwas erhöhte Harnwerte, was jedoch bei 24-Stunden-Weidepferde in dieser Jahreszeit nicht ungewöhnlich ist. Man sollte diesen Wert im Auge behalten und natürlich weiterhin Heu anbieten, aber er ist noch nicht bedenklich.
« Last Edit: Juli 01, 2006, 09:28:18 am by Amber »

Amber

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Juli 2006
« Reply #8 on: August 02, 2006, 06:23:54 pm »
Beschreibung des Gesundheitszustandes:

Ambers Ekzem ist im Juli weiter in den Kopfbereich gewandert. Aufgrund des heißen, trockenen Wetters gab es nur wenig Kriebelmücken und somit hat Amber Schweif und Mähne fast komplett in Ruhe gelassen. Die lichte Stelle an der Schweifrübe aus Juni ist wieder zugewachsen. Allerdings hat sie sich den Bereich unter den Augen, den Schopf und die Ohren gejuckt, was sicherlich auch mit dem täglichen - oft sogar 24-stündigem - Tragen der Fliegenmasken zusammenhängt. Leider kann ich die Maske aber nicht weglassen, da sich sonst trotz Einsatz von verdünntem Retterspitz ihre Augen entzünden. Darüber hinaus war der Bereich kurz vor´m Euter manchmal krustig.
Extrem zu schaffen machte uns die Bremsenplage. Wir hatten nicht nur Unmengen, sondern auch noch vier verschiedene Arten von Bremsen. Von einer - zum Glück eher seltenen - Art bekam Amber Knubbel. Nach literweisem Versprühen von Temazad und Power Phaser habe ich mich kurzerhand entschlossen, ihr eine Ekzemerdecke als Bremsenschutz zu kaufen, was ihr große Erleichterung brachte. Sie trug die Decke zwei Wochen lang vom 12. bis 28. Juli. Selbst bei tagelangen Temperaturen von 33 - 34 Grad schwitze sie darunter nicht. Einzige Nachteile waren, dass an der Stelle, wo der Gummi des Halsteils sitzt (kurz hinter dem Genick) einige Haare abgebrochen sind und es auf der Brust zwei kleinere kahle Stellen gibt. Durch das 24-stündige Tragen der Decke innerhalb dieser zwei Wochen liegt die Mähne nun wieder komplett auf einer Seite  :)

Art der Behandlung:

Dank der vier Wochen trockenen Wetters konnte ich den Abstand der Desensibilisierungs-Injektionen auf 10 bis 14 Tage erhöhen. Während der Zeit, in der Amber Decke trug, waren sowieso keine Symptome zu sehen. Das Gesicht und die Ohren behandelte ich mit Leovet-Biohautöl und hatte zwischenzeitlich auch mal das Leovet-Mähnenliquid im Gebrauch. Das hilft zwar super gegen Schuppen und ist ganz einfach aufzutragen, scheint aber bei uns den Juckreiz nicht so gut einzudämmen wie das Hautöl. Im Euterbereich weiterhin Melkfett. Fliegenspray: Power Phaser gegen Fliegen und Bremsen, Temazad gegen Kriebelmücken. Sonstiges: vom TA gemischte Kur gegen den leicht erhöhten Harnstoffwert über sechs Wochen. Sempermin Mineralfutter. Schwarzkümmel-Öl habe ich nun abgesetzt und werde im September wieder damit anfangen zur Vorbereitung auf den Winter (Vorbeugung vor Husten).
« Last Edit: August 02, 2006, 06:35:21 pm by Amber »

Amber

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August 2006
« Reply #9 on: September 06, 2006, 07:35:59 pm »
Beschreibung des Gesundheitszustandes:

Der August war Ambers bisher schlimmster SE-Monat seit Beginn der Saison 2006. Aufgrund des zwar kühlen, aber feuchten Wetters scheuerte Amber fast täglich, was uns viele Langhaare gekostet hat. Wie auf dem ersten Foto zu sehen, ist ihre Mähne im unteren Drittel erheblich ausgedünnt. Auch die Haare auf der Schweifrübe sind kürzer. Am schlimmsten waren die zwei Wochen, in denen sie in ihrem eigentlichen Winterquartier stand. Ich vermute fast, dass dort irgendetwas wächst, worauf sie allergisch sein könnte, denn nach dem Umstellen zurück auf die Sommerkoppeln wurde das Schubbeln besser - jedoch verschwand es leider nicht ganz. Positiv am August war der Rückzug der Bremsen direkt zu Beginn des Monats. Außerdem sind die SE-Spuren am Kopf und im Euterbereich stark zurückgegangen.

Art der Behandlung:

Bei Beginn der Schubberattacken pünktlich am 1. August bestellte ich "Razun": die SE-Lotion mit integrierter Mückenabwehr und zusätzlich das Razun-Fliegenspray. In der ersten Woche der Behandlung schuppte die Haut sehr stark und es dauerte 6 Tage, bis die neu darunter erscheinende Haut "gesund" aussah. Seitdem ist das Hautbild sehr gut - leider scheint Razun den Juckreiz an sich jedoch nicht zu nehmen, denn Amber scheuerte weiter... Die Stellen im Gesicht - insbesondere Ohren, Schopf und Jochbein - heilten dagegen dank Razun sehr gut ab (s. Foto: links vor - rechts nach 14 Tagen Razun). Ende August habe ich eine Nachlieferung bestellt und den Hersteller auf das Problem hingewiesen. Vielleicht kann die individuelle Mischung noch etwas optimiert werden. Wöchentlich Desensibilisierungs-Injektion. Fliegenspray: Razun. Fütterung: momentan nur Sempermin Mineralfutter, Gras und Heu, keine Zusatzmittel.
« Last Edit: September 06, 2006, 08:09:05 pm by Amber »

Amber

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September 2006
« Reply #10 on: September 30, 2006, 03:18:20 pm »
Beschreibung des Gesundheitszustandes:

Der September ist bei Amber gut verlaufen. Die im August abgescheuerten Haare wachsen schön nach. Kahle Stellen hat sie kaum mehr welche, auch die Ohren sehen gut aus. Ende August/Anfang September schob Amber mächtig Winterfell, hat die "Produktion" aber nach Beginn der warmen Witterung Ende der ersten Septemberwoche wieder weitesgehend eingestellt. Die letzten drei Wochen herrschte fast durchgängig sonniges Altweibersommerwetter mit Temperaturen über 20 Grad. Kriebelmücken gibt es wie in jedem September sehr viele, auch Fliegen ärgern noch die Pferde. Amber turnt mit ihrem Kumpel (und seit neuestem drei Rindern *g*) noch auf den Sommerweiden mit Unterstand rum; ich hoffe, sie können noch lange dort bleiben.

Art der Behandlung:

Am 6. September endete die Desensibilisierungs-Therapie planmäßig nach zwei Jahren. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Ambers SE hat sich durch diese spezifische Immuntherapie deutlich verbessert, eine Heilung konnten wir leider nicht erreichen. Dennoch bewegen wir uns mittlerweile auf einem Level, der gut in den Griff zu bekommen ist.
Die ersten zwei Wochen des Monats trug Amber Decke, da ich im Urlaub war und ich mir so sicher sein konnte, dass es ihr gut geht. Tatsächlich hatte sie nach meiner Rückkehr kein Härchen gekrümmt, nur der Schopf hatte etwas gelitten.
Seit 16. September benutze ich eine neu zusammengestellte Version des Razun (ich schrieb dem Hersteller meine Probleme mit dem wiederkehrenden Juckreiz, worauf ich eine neue Lotion mit veränderter Zusammensetzung bekam). An diesem Razun gibt es nichts auszusetzen! Seit dem ersten Auftragen scheuert sich Amber kaum mehr, lediglich auf der Kruppe findet man ab und an verwurschtelte Haare. Diese Stelle habe ich nun in mein Schmierprogramm mit aufgenommen. Fliegenspray: ebenfalls Razun. Fütterung: wie gehabt 24h magere Weide, Sempermin Mineralfutter, Heu, keine Zusatzmittel. Eigentlich wollte ich ab September wieder Schwarzkümmel zufüttern, um Fellwechsel-Husten zu vermeiden. Diesmal möchte ich es jedoch erst einmal darauf ankommen lassen, vielleicht kommen wir mittlerweile auch ohne SK aus. Sonstiges: Wurmkur Panacur.

« Last Edit: September 30, 2006, 03:21:56 pm by Amber »

Amber

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Oktober 2006
« Reply #11 on: November 05, 2006, 08:41:08 am »
Beschreibung des Gesundheitszustandes:

Der "goldene" Oktober machte 2006 seinem Namen alle Ehre. Fast den gesamten Monat durch gab es lange Zeit Sonnenschein und an manchen Tagen Temperaturen um die 20 Grad. Dennoch ging es Amber sehr gut. Zu den Dämmerungszeiten war es aber fast schon zu kühl für die Kriebelmücken und so flogen sie meistens am frühen Nachmittag recht aktiv umher. Allerdings war ihre Populationsdichte nicht zu vergleichen mit der im August/September. Amber kam damit gut zurecht und hatte keine Scheuerattacken, lediglich Schuppenbildung im unteren Teil des Mähnenkamms und auf der Kruppe. Auch im unteren Drittel des Mähnenkamms ist keine Schwellung mehr zu ertasten. Das Winterfell wächst weiter. Die abgebrochenen Haare vom Sommer - insbesondere direkt hinter dem Genick, wo im Juli das Gummiband des Halsteiles der Ekzemer-Decke saß - wachsen sehr gut und schnell nach.

Art der Behandlung:

Am Ende der ersten Oktoberwoche habe ich Amber das letzte Mal mit Razun behandelt. In den letzten drei Wochen war keine Behandlung mehr notwendig. Lediglich zwei Mal in drei Wochen wurden einige Stellen wegen vermehrter Schuppenbildung noch geschmiert. Fliegenspray benutzte ich nur noch in der ersten Woche. Fütterung: immernoch 24 Stunden Sommerweide, SemperMin Mineralfutter. Ab Ende Oktober zusätzlich Heucobs "PRE ALPIN Protein Light", um die Heuaufnahme zu erhöhen und damit auf die Wintersaison mit fast reiner Heufütterung vorzubereiten.
« Last Edit: November 05, 2006, 08:42:31 am by Amber »

Amber

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November 2006
« Reply #12 on: Dezember 10, 2006, 08:12:39 pm »
Beschreibung des Gesunheitszustandes:

Es blieb auch im November dabei: keinerlei SE-Probleme mehr! Auch dieser Monat war ungewöhnlich mild mit tagsüber fast immer zweistelligen Temperaturen. Nachtfrost gab es bei uns nur einmal. Amber steht noch immer auf den Sommerweiden. Meine früheren Beobachtungen, dass die Höhe der Graszufuhr keine Rolle bei Amber spielt, bestätigen sich in diesem Herbst: obwohl das Gras für diese Jahreszeit ungewöhnlich energiereich ist und sich die Pferde zum Großteil noch davon ernähren, hatten wir seit dem Rückgang der Mückenpopulation Anfang Oktober keine SE-Probleme mehr. Die kleine "Schneise" in der Mähne, die diversen Sommertagen zum Opfer gefallen ist, wächst dicht und buschig nach. Ansonsten sieht sie nicht mehr besonders "strubbelig" aus. Das Winterfell ist noch nicht so stark ausgeprägt wie normalerweise um diese Jahreszeit.

Art der Behandlung:

Keine.
Fütterung: Sommerweide, Heucobs "PRE ALPIN Protein Light", SemperMin Mineralfutter, dazu mal Äpfel, mal Bananen (wie im Sommer auch).
« Last Edit: Dezember 10, 2006, 08:20:09 pm by Amber »

Amber

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Dezember 2006
« Reply #13 on: Januar 16, 2007, 09:22:33 pm »
Beschreibung des Gesundheitszustandes:

Keine SE-Probleme. Auch der Dezember war ungewöhnlich warm mit Temperaturen tagsüber oft im zweistelligen Bereich. Dauerhaften Nachtfrost gab es nicht. Dennoch haben wir die beiden Hafs am 18. Dezember von den Sommerweiden mit Unterstand ins Winterquartier geholt. Das ist ca. 5-6 Wochen später als "normalerweise"! Aber der schöne neue Lavasand-Paddock und der Offenstall müssen schließlich auch einmal genutzt werden  ;). Amber geht es rundherum gut.

Art der Behandlung:

Keine SE-Behandlung. Fütterung: Heu satt aus einem "Großraum-Heunetz". Langsamer Umstieg von Heucobs auf Luzerne für den Mineralhaushalt und als kleine Kraftfutter-Ration. Dazu eine Handvoll Höveler EF-Müsli (als Geschmacksträger  :)) und Rote-Beete-Chips.

Amber

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Fazit 2006 und Ausblick
« Reply #14 on: Januar 16, 2007, 09:51:39 pm »
2006 war Ambers drittes Sommerekzem-Jahr. Laut div. Untersuchungen steigert sich die Entwicklung des Ekzems am Anfang jährlich, bis im dritten Jahr die Ausprägung dann ihren Höchststand erreicht haben soll, auf dem sie sich anschließend einpendelt.
 
Daher bin ich sehr froh die zwei Jahre Densensibilisierung konsequent durchgeführt zu haben. Sie hat uns insgesamt eine erheblich Erleichterung gebracht. Der nun erreichte Level ist ganz gut zu händeln und verschlechtert sich hoffentlich auch nach der planmäßigen Beendigung der Therapie nicht mehr deutlich.

Natürlich werden wir uns nun nicht ausruhen, denn mein großes erstrebenswertes Ziel ist immer noch die Heilung, die wir leider noch nicht erreichen konnten. So interessiere ich mich sehr für das Konzept der klassischen Homöopathie, werde aber wahrscheinlich bis zum Saisonstart noch keinen klass. HP in meiner Umgebung gefunden haben, dem ich voll vertrauen kann. Darum halte ich weiterhin Augen und Ohren offen für andere ganzheitliche, individuelle Ansätze.

Dem Jahr 2007 blicke ich gespannt, aber auch gelassen entgegen. Ich kenne Ambers Symptomatik nun sehr gut und weiß, dass ich sie mit dem Konzept "Razun schmieren bei feuchter Witterung und Ekzemerdecke während der Bremsen-Hochsaison" nahezu beschwerdefrei halten kann. Das ist doch auch schon einmal etwas wert  :).

Ambers Dokumentation endet nun an dieser Stelle hier. Im Forum in der Rubrik "Ekzempferde" werde ich auch weiterhin regelmäßig berichten. Allen Ekzempferden und -besitzern wünsche ich ein entspanntes Jahr 2007!