Author Topic: Doku Cisko 2007  (Read 13420 times)

Skyfly

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Doku Cisko 2007
« on: Dezember 09, 2006, 11:13:43 am »
Name: Cisko
Farbe: Mausfalbe
Rasse: Criollo
Stockmass:  154 cm
Geburtsdatum:  ??/1995
Geschlecht: Wallach
Abstammung Vater:    unbekannt
Abstammung Mutter:  unbekannt
Wohnort: 33106 Paderborn
Besonderheiten: Allergien gegen Hafer, Schimmelpilze, Gräser, Futtermittelmilben, Ulme und Spitzwegerich

Behandlung 2007 : Butox
« Last Edit: Dezember 11, 2006, 03:12:04 pm by Skyfly »

Anja

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Vorgeschichte
« Reply #1 on: Dezember 12, 2006, 01:26:06 pm »
Mein Mann und ich haben Cisko seit November 2005 also gut ein Jahr.
Über seine Vorgeschichte wissen wir leider fast nichts, wir haben ihn von einem Westernreithof auf Rügen, wo er allerdings auch nur ein halbes Jahr war.
Er ist  mit 6 Jahren aus Argentinien importiert worden und danach im Raum Dresden als Freizeitpferd gegangen. Sein Equidenpass dokumentiert, dass die Vorbesitzer dort Impfungen nicht so wichtig fanden, auch soll er sonst in einem sehr schlechten Zustand gewesen sein, als er nach Rügen kam.

Im Sommer 2005 haben wir Cisko in unserem Urlaub bei Kerstin auf Gut Grabitz kennen gelernt und uns so in ihn verliebt, dass wir ihn quasi vom Fleck weg gekauft haben, wissend, dass er Ekzemer ist.  Auf Rügen äußerte sich das in offenen Stellen unterm Bauch und einer "moderat" abgescheuerten Mähne und Schweif.

Cisko steht seit November 2005  nun in der Pferdepension Spitzbarth in Paderborn (unter www.pferdepension-spitzbarth.de gibts auch jede Menge weitere Fotos von ihm, die Seite mache ich nämlich), in Offenstallhaltung zusammen mit einer Araberstute und einem Quarter-Knabstrupper-Mix. 
In unserem ersten Sommer hat er ganz schlimm unterm Bauch gescheuert  und natürlich auch an Mähne und Schweif. Ungeschützt ging da nichts, es war auf jeden Fall schlimmer als auf Rügen.  Wir haben dann im Mai eine Ekzemerdecke gekauft und haben uns mit dieser Decke und Mückensprays einigermaßen  über den Sommer gerettet. Es gab immer mal wieder offene Stellen unterm Bauch und auch um die Augen, die wir mit Eudermatan Eutersalbe behandelt haben. Cisko war die ganze Zeit reitbar, vor Ausritten haben wir ordentlich gesprüht (Bremsenfort und Mückenfort von der Fa. Rokkale), das hielt für die Dauer des Ausrittes die Viecher wirklich fern.

Ab Juli 2006 haben wir angefangen mit Butox zu behandeln.
Ob die Besserung die danach z.T. eintrat am Butox oder verschiedenen anderen Umständen (Futterumstellung aufgrund eines Hufreheschubes im Juli  usw. ) lag, konnten wir nicht feststellen. Wie alle Ekzemer hat auch Cisko dieses Jahr wegen der Witterung  ziemlich lange gescheuert, die Decke haben wir ab Ende Oktober runtergenommen, damit er sich nicht erkältet und das Winterfell ordentlich wächst.  Bis auf ein oder zwei offene Stellen unterm Bauch hat er das auch gut verkraftet.

Wir werden in 2007 Jahr in jedem Fall weiter Butox probieren und zwar schon ab Februar, um zu schauen, ob er dann vielleicht gar nicht anfängt zu scheuern. El Nino/Ökozon kommt für uns aufgrund der zahlreichen Allergien die Cisko hat, nicht in Frage. Da ist uns das Risiko einfach zu groß, dass sich weitere sekundäre Allergien bilden.

Cisko reagiert auf Weidegang sofort mit vermehrtem Scheuern, er darf daher (nach entsprechend vorsichtigem Anweiden) maximal 30-60 Minuten pro Tag auf die Wiese und hat ansonsten einen ca. 80m langen Paddock. Von November bis März sind die Wiesen geschlossen

Sein Futter mischen wir aufgrund seiner Haferallergie und seiner Empfindlichkeit gegenüber Eiweiß selbst, eine Tagesration (aufgeteilt auf 2 Mahlzeiten) besteht aus:
500 - 700 g Gerstenflocken (vorher 48 Stunden eingefroren um die Milben zu töten)
500 - 700 g Maisflocken (ebenfalls vorgefroren)
70 g Mineralien, Marke RFB (Eingenmarke der landw. Genossenschaften)
10 g Bierhefe
15 ml Schwarzkümmelöl (von Makana, weil einfach am günstigsten)

ca. 6kg Heu
Auf unserem Hof gibt es Heu von Extensiv-Flächen. Das sind Wiesen, die nicht gedüngt  und nur einmal im Jahr (ab Juli) gemäht werden dürfen. Das Heu hat einen geringeren Eiweißgehalt und ist stärker von Kräutern und Disteln durchsetzt.

Außerdem bekommt er seit November täglich ein Knoblauch-Cookie (ca. 70 g) von der Fa. Begenat. Ob die wirklich gegen Mücken helfen oder nicht, können wir noch nicht sagen, aber offensichtlich machen sie süchtig. Nachdem Cisko vorher alles verweigert hat, was auch nur näherungsweise nach Knoblauch rochen, krabbelt er mir für diese Dinger förmlich in die Tasche  :)

Für die "Vorgeschichte" sollte es reichen, weiter geht es im Januar mit ersten Bildern.
« Last Edit: Dezember 15, 2006, 07:56:57 am by Skyfly »

Anja

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Januar 2007
« Reply #2 on: Februar 05, 2007, 11:20:59 am »
Beschreibung des Gesundheitszustandes:
 
Entsprechend der Jahreszeit geht es Cisko sehr gut, er ist für seine Verhältnisse sehr fröhlich, lebhaft und ganz schön aufmüpfig. Er scheuert zwar ab und an am Kopf und Hals, aber das machen bei dem ollen Wetter alle Pferde an unserem Stall. Beim Wälzen hat er schon im Dezember aufgehört, sich den Bauch zu schubbeln.
Die Mähne wächst langsam nach, hatte allerdings Anfang Januar sehr stark Schuppen gebildet, ebenso der Schweif. Das Fell unter dem Bauch ist schon im Dezember vollständig nachgewachsen. Auch eine kleine aufgescheuerte Stelle unterhalb des Schopfes, die Anfang Januar noch da war ist wieder zugewachsen. (Die größere Schramme, die man auf dem Bild sieht kommt von einer kleinen Unstimmigkeit mit seinem Kumpel Balu).

Art der Behandlung:
 
Wir haben 2 Wochen lang täglich Birkenhaarwasser in Mähne und Schweif einmassiert. Das hat die dicken Borsten etwas weicher und damit besser pflegbar gemacht und die Schuppen sind deutlich weniger geworden. Cisko hat die Behandlung sichtlich genossen und auch den Geruch des Haarwassers nach anfänglichem Flehmen als angenehm empfunden. Zumindest hat er immer, wenn ich die Flasche aufgedreht habe, schon mal den Kopf runtergenommen.

Darüber hinaus haben wir das Futter von Gerstenflocken auf Quetschgerste umgestellt. Die ist zwar nicht ganz so gut verdaulich, aber dafür bilden sich beim Fressen keine Klumpen (Gefahr der Schlundverstopfung). Auf das neue Futter hat er nur insofern reagiert, als der Eimer jetzt wieder ein wenig schneller leer wird.

Cisko hat sich selbst zusätzlich Schlammpackungen verordnet, so ca. 3-4 mal die Woche. Sein lehmiger Paddock eignet sich hervorragend dafür und bleibt rundherum ca 3 cm dick an ihm kleben. Da kann man dann überlegen, ob man eine Stunde putzt, bis wenigstens die Sattellage sauber ist, oder doch lieber Bodenarbeit macht.... Die anderen Pferde wälzen fleißig mit: Im Moment sind wir ein richtiger "Saustall" ;-)
« Last Edit: Februar 06, 2007, 06:49:49 am by Skyfly »

Anja

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Februar 2007
« Reply #3 on: März 02, 2007, 09:01:23 am »
Beschreibung des Gesundheitszustandes:
Cisko geht es gut. Mitte des Monats hat er einen neuen Kumpel bekommen, mit dem er sich jetzt sein 2er-Offenstall-Appartment teilt. Unser neues Pferd Padre ist ebenfalls ein Criollo (soweit wir wissen allergiefrei) und die beiden verstehen sich wirklich prima. Trotzdem gibts am Anfang natürlich mal den ein oder anderen Biß mehr, weswegen Cisko auf den Fotos z.T. etwas ramponiert aussieht. Außerdem ist er schon voll im Fellwechsel.

Wir haben für unsere Pferde eine Heuraufe gebaut, so dass sie nun 24 Stunden am Tag Rauhfutter zur Verfügung haben. Wir füttern nach wie vor Extensiv-Heu (mit geringem Eiweißgehalt). Die größere Rauhfuttermenge bekommt Cisko offensichtlich sehr gut, sein Fell ist bei gleicher Kraftfutter-Zusammensetzung viel weicher geworden und glänzt mehr.
Die Mähne ist mittlerweile so lang geworden, dass sie zur rechten Seite fällt. Leider habe ich alle Fotos von links aufgenommen, wo man jetzt nur noch die kurzen Haare hochstehen sieht. Naja, dafür gibts dann nächsten Monat noch mehr Mähne ;). Die Schuppen sind dank Birkenhaarwasser weiter zurückgegangen.

Art der Behandlung:
Kraftfutter wegen dem mehr-Heu geringfügig reduziert: 300g Gerste 400g Mais, 70g Mineralien, 1 EL Bierhefe, 15 ml Schwarzkümmelöl, 1 Tasse Kamillentee (damits nicht so trocken ist) und ein Knoblauch-Cookie, alles verteilt auf 2 Mahlzeiten.

In Schweif und Mähne 1-2 mal in der Woche Birkenhaarwasser einmassiert.

Wir haben am 19.2. mit der Butox-Behandlung angefangen, weil es schon jede Menge Mücken gibt und Cisko auch anfing sich am Kopf zu scheuern. Abends insgesamt 30 ml auf beiden Seiten vom Mähnenkamm bis Schweifrübe aufgetragen und leicht einmassiert. (Unbedingt mit Gummihandschuhen und nie bei prallem Sonnenschein!!!). Am nächsten Morgen die trockenen Reste vorsichtig ausgebürstet. Die Wirkung setzt eigentlich erst nach ca. 2-3 Wochen ein, bisher konnten wir aber keine weiteren Scheuer-Attacken beobachten. Wir werden es im Moment mit einem Behandlungsabstand von 3 Wochen probieren und falls es schlimmer wird dann auf 10-14 Tage gehen.
« Last Edit: März 03, 2007, 04:01:54 pm by Skyfly »

Anja

  • Guest
März 2007
« Reply #4 on: April 02, 2007, 08:30:31 am »
Beschreibung des Gesundheitszustands:
Noch ist alles im grünen Bereich. Letzte Woche habe ich die ersten Bisse am Schlauch entdeckt und eine kleine aufgescheuerte Stelle, die wir mit der Ekzemseife behandeln (sollte auf dem Foto zu sehen sein).
Der Fellwechsel ist noch in vollem Gang und man merkt auch, dass er Cisko Kraft kostet. Trotz reichlicher Heufütterung + Kraftfutter hat er abgenommen und ist im Moment sehr triebig. Gesprüht haben wir noch nichts, auf den Ausritten gab es auch noch keine Probleme mit Viechern.
Als es nach 2 Tagen Dauerregen nachts so kalt wurde, hat er am nächsten Tag zweimal gehustet.
Wir waren daraufhin in der Klink weil unser zweites Pferd ohnehin die Zähne gemacht bekam. Der TA meinte, das mit dem Husten sei bei Offenstallpferden und der Witterung normal, Cisko habe zwar eine leicht erhöhte Atemfrequenz, es bestände aber kein Grund zur Sorge, wir sollten es halt weiter beobachten. Ansonsten sei er in bester Verfassung und habe ein schönes glänzendes Fell. Habe zur Vorsicht eine Regendecke bestellt, falls wir nochmal Nachtfrost bekommen, nachdem tagsüber 20 Grad waren.

Art der Behandlung:
  • Am 10. und 31. März je 30 ml Butox aufgetragen.
  • Alle 2-3 Tage Birkenhaarwasser in Mähne und Schweif einmassiert.
  • Seid Mitte März alle 1-2 Tage Bisswunden, den Mähnenansatz und den Schlauch mit "Seife gegen Mauke und Ekzem" (siehe auch http://forum.das-sommerekzem.de/index.php?topic=1151.0) von Blickfang und Wohlgefühl eingeseift und nicht ausgewaschen. Evtl. Reste am nächsten Tag ausgebürstet
  • Kraftfutter wieder auf normale Ration erhöht wegen Fellwechsel.
« Last Edit: April 02, 2007, 05:09:29 pm by Skyfly »

Anja

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April 2007
« Reply #5 on: Mai 02, 2007, 12:13:24 pm »
Beschreibung des Gesundheitszustands:

Anfang des Monats sah es mal sehr schlimm aus, da habe ich mich dummerweise nicht gegen meinen Mann durchgesetzt und zu spät eingedeckt. Hinzu kam, dass ich ihn einmal am Tag mit Temazad + Teebaumöl, statt mit seinem gewohnten Rokkale-Mückenfort eingesprüht habe. Ergebnis: Total zerstochener und angeschwollener Schlauch, erste blutig aufgescheuerte Stellen unterm Bauch. Also schnell wieder Rokkale gekauft, auch wenns 10 mal teuerer ist. Im Mai machen wir nochmal einen vorsichtigen Versuch mit Temazad ohne Teebaumöl.

Cisko geht es Ende April den Umständen entsprechend gut. Er scheuert noch selten an Mähne und Schweif, allerdings heftig unter dem Bauch, weswegen er jetzt 24 Stunden seinen Bauchlatz (siehe http://forum.das-sommerekzem.de/index.php?topic=1346.0) trägt. Dank Hornbachs Spezialhosenträgern hält der auch sehr gut.

Ansonsten ist Cisko sehr fröhlich und aufmerksam, im Gegensatz zum letzten Sommer, den er in totaler Teilnahmslosigkeit verbracht hat. Bisher sind wir zufrieden, aber sehr gespannt wie es weitergeht.

Art der Behandlung:

  • Seit Mitte April Bauchlatz angezogen, Fliegenmaske bei Bedarf.
  • Am 14. und 26. April je 30 ml Butox aufgetragen: Intervall auf 10 Tage verkürzt.
  • Alle 1-2 Tage Birkenhaarwasser in Mähnenkamm und Schweifrübe einmassiert.Langhaar mit einer Mischung aus Ballistol und Penaten Baböl nachgefettet.
  • Alle 3-4 Tage Mähnenansatz und den Schlauch mit "Seife gegen Mauke und Ekzem" eingeseift und nicht ausgewaschen. Evtl. Reste am nächsten Tag ausgebürstet.
  • Gelegentlich Schauchregion mit der Ballistol-Penaten-Mischung eingeschmiert.
  • Täglich mit Rokkale Mückenfort-Deo(ohne Teebaumöl) eingesprüht.

Anja

  • Guest
Mai 2007
« Reply #6 on: Juni 10, 2007, 04:58:47 pm »
Beschreibung des Gesundheitszustands:

Cisko geht es "den Umständen entsprechend" gut. Fotos sind vom 10. Juni. Ich musste Ende Mai nun doch komplett eindecken, weil er an Mähne und Schweif stark anfing zu scheuern und der Mähnenkamm stark geschwollen war. Danach trat sofort eine sichtbare Besserung ein. Sein Fell ist insgesamt sehr gut und glänzt. Seit 3 Tagen hat er auch die Fliegenmaske komplett auf, weil er im Gesicht angefangen hatte stark zu scheuern.

Bei den aktuellen Temperaturen ist Cisko ein bischen faul, aber nicht so apathisch wie letzten Sommer. Auf dem letzten Rodeo hat er sich sogar sehr ergeizig und von seiner allerbesten Seite gezeigt und mit mir einen 1. 3. und 5. Platz nach Hause gebracht. Dafür, dass es das zweite Turnier in seinem Leben war, fand ich das echt prima!


Art der Behandlung:

  • Seit Mitte Mai Ekzemerdecke von HKM kombiniert mit Bauchlatz von Zillke angezogen: HKM-Decke allein ließ zuviel Bauchfreiheit und die Schnallen gingen dauernd auf. Fliegenmaske bei Bedarf aufgesetzt.
  • 2 mal je 30 ml Butox aufgetragen
  • Alle 1-2 Tage Birkenhaarwasser in Mähnenkamm und Schweifrübe einmassiert.
  • Alle 3-4 Tage Mähnenansatz, Schweif und Schlauch mit "Seife gegen Mauke und Ekzem" eingeseift und grob ausgewaschen.
  • Täglich Schauchregion mit Ballistol-Penaten-Mischung eingeschmiert und vor dem Reiten mit Rokkale Mückenfort-Deo eingesprüht.

Anja

  • Guest
Re: Juni 2007
« Reply #7 on: Juli 01, 2007, 09:05:05 pm »
Beschreibung des Gesundheitszustands:

Cisko geht es weiterhin relativ gut, in jedem Fall besser als im letzten Jahr zur gleichen Zeit. Fotos sind vom 1. Juni.
Die Macken im Gesicht kommen von einer halben Stunde auf dem Paddock ohne Fliegenmaske, sind jetzt aber (dank Eudermatan) schon wieder recht gut verheilt.
Generell hat er jedoch einige Stellen am Kopf, wo nur noch wenig Haare sind, es fällt wegen seier dunklen Hautfarbe nicht so auf. Ohne Decke geht nichts, man merkt allerdings das er an Tagen nach dem Waschen und auch in den ersten 3-4 Tagen nach einer Butox-Anwendung weniger scheuert. Insgesamt hatten wir einige sehr gute Tage ganz ohne scheuern im Juni, was aber wohl eher witterungsbedingt war. Sobald es wärmer wurde, ging es wieder los. Den Juckreiz unter dem Bauch haben wir allerdings im Moment sehr gut im Griff, in letzter Zeit hat er sich sogar häufiger mal gewälzt, ohne sich den Bauch zu scheuern. Dafür sind Mähne und Schweif jetzt verstärkter dran.  :(

Art der Behandlung:

  • Ganztägig und bei jeder Witterung Ekzemerdecke mit Bauchlatz + Fliegenmaske
  • 2 mal je 30 ml Butox aufgetragen
  • Offene Stellen mit Eudermatan Eutersalbe eingeschmiert
  • Alle 1-2 Tage Birkenhaarwasser in Mähnenkamm und Schweifrübe.
  • Alle 3-4 Tage Mähnenansatz, Schweif und Schlauch mit Lauge von "Seife gegen Mauke und Ekzem" eingeschmiert, nicht ausgewaschen.
  • Nach starkem Schwitzen komplett mit klarem Wasser gewaschen.
  • Täglich Schauchregion mit Ballistol-Penaten-Mischung eingeschmiert und vor dem Reiten mit Rokkale Mückenfort-Deo bzw. Bremsenfort eingesprüht.
  • Ab Ende Juni statt Mähnenpflegespray Klettenwurzelöl (Drogerie) zum entwirren und zur Beseitigung der Schubberschäden für Mähne und Schweif verwendet.

Anja

  • Guest
Juli 2007
« Reply #8 on: August 01, 2007, 07:28:09 am »
Beschreibung des Gesundheitszustands:
Cisko geht es weiterhin gut, er scheuert derzeit gar nicht an der Mähne, lediglich ein wenig am Schweif (auch wenn es zwischendurch mal 2 Tage wärmer ist und nicht regnet), allerdings nach wie vor am Kopf, so dass die Fliegenmaske 24 Stunden drauf bleiben muss. Trotz Maske kommen immer wieder ein paar neue Macken dazu und das Fell ist dort sehr dünn geworden. Hätte er rosa Haut würde er vermutlich ziemlich schlecht aussehen... Am Schlauch gibt es auch immer mal wieder eine Stelle, die dann auch dick wird, aber der Bauch sieht insgesamt gut aus.

Seine Mähne wächst nach wie vor prima und ich bin dieses Jahr auch sehr zuversichtlich, dass wir sie heile durch den Sommer bringen. Bis Cisko an die 40 cm Mähne von unserem zweiten Criollo heranreicht, wirds dann zwar wohl noch 2 Jahre dauern, aber ich freu mich jetzt schon drauf! Habe übrigens festgestellt, dass er auf der Seite, wo die Mähne liegt weniger scheuert, deswegen bekommt er jetzt immer einen "Mittelscheitel" gekämmt.

Ohne Decke wird Cisko nach wie vor unruhig, zumindest so lange bis er eingesprüht ist.
Weil es Anfang des Monats verstärkt zu Schubberattacken kam (besonders im ungeschützten Bereich zwischen Fliegenmaske und Halsteil) habe ich ab Mitte Juni die Butox-Ration von 30 auf 45 ml hochgesetzt und das Behandlungsintervall auf 7-8 Tage (je nachdem obs am jeweiligen Tag regnet) verkürzt, um zu sehen ob hierdurch eine weitere Besserung eintritt. Bisher sieht es subjektiv gut aus, der nächste Monat wird hier mehr Aufschluss bringen. Mit dem Wissen (und mit dem Blutbild im Herbst) werde ich dann entscheiden, ob wir auch im nächsten Jahr weiter mit Butox behandeln, oder etwas anderes ausprobieren.


Art der Behandlung:
  • Weiterhin ganztägig und bei jeder Witterung Ekzemerdecke mit Bauchlatz + Fliegenmaske
  • 3 mal je 45 ml Butox aufgetragen
  • Offene Stellen für jeweils 2-3 Tage mit Eudermatan Eutersalbe behandelt
  • Nur noch alle 2-3 Tage Birkenhaarwasser in Mähnenkamm und Schweifrübe einmassiert (die Mähne trocknet dadurch doch sehr aus).
  • Alle 3-4 Tage auf Mähnenansatz, Schweif und Schlauch Lauge von "Seife gegen Mauke und Ekzem" mit Schwamm aufgetragen und einmassiert, nicht ausgewaschen. (Das fettet für 1-2 Tage nach)
  • Klettenwurzelöl 1:4 mit Wasser vermischt zur Pflege von Mähne und Schweif verwendet, Mähnenspray nur bei hartnäckigen Knoten.
  • Nach starkem Schwitzen komplett mit klarem Wasser abgespritzt.
  • Täglich Schauchregion mit Ballistol-Babyöl-Mischung eingeschmiert und vor dem Reiten mit Rokkale Mückenfort-Deo bzw. Bremsenfort eingesprüht.

Anja

  • Guest
August 2007
« Reply #9 on: September 07, 2007, 08:49:07 am »
Beschreibung des Gesundheitszustands:
Der August war etwas schlechter als der Juni: Cisko hat verstärkt am Kopf gescheuert, hier gab es auch die eine oder andere kleine offene Stelle, trotz 24 Stunden Fliegenmaske. Die Haare am Bauch haben ebenfalls stark nachgelassen, bisher aber ohne offene Stellen. Auch am Schlauch ist nichts aufgescheuert oder aufgebissen. Am Mähnenkamm sieht es nach wie vor sehr gut aus: Keine Verluste und auch keine Rillen. Der Schweif musste besonders in der letzten Woche leiden und hat trotz Decke z.T. Klobürstenformat.Die Verluste halten sich aber auch hier in Grenzen, HKM sei Dank. Die Decke zeigt langsam erste Auflösungserscheinungen, wird aber sicher diese Saison noch durchhalten.

Ich hatte das verstärkte Schubbeln zunächst auf unseren Urlaub in der Lüneburger Heide geschoben, wo der Stall inmitten von Fischteichen war und entsprechend viele Flugsaurier rumschwirrten. Es ist aber als wir nach Hause kamen auch nicht besser geworden. Scheint im Moment also deutschlandweit Hochsaison zu sein.
Die Butox-Gabe im Abstand von 7 Tagen bewährt sich. Ich trage jeweils Dienstags auf und so ab Sonntag merkt man, dass Cisko wieder etwas mehr scheuert.

Art der Behandlung:
Wie im Juli, allerdings wegen starker Schuppenbildung wieder fast täglich Birkenhaarwasser benutzt. Habe den Eindruck, dass dies den Juckreiz deutlich mindert.

Anja

  • Guest
September 2007
« Reply #10 on: Oktober 01, 2007, 02:25:14 pm »
Beschreibung des Gesundheitszustands:
Der September war bisher der schlechteste Monat: Cisko hat weiterhin stark am Kopf und z.T. auch an der Mähne gescheuert.
In den Abendstunden war draußen Reiten oder Arbeiten an vielen Tagen trotz Mückenspray einfach nicht möglich.
Decke und Fliegenmaske haben das Schlimmste verhütet: Die Mähne ist nach wie vor heil, der Schweif hat auch nur ein paar mehr abgebrochene Haare zu verzeichnen, offene Stellen gab es einige kleinere am Kopf und mitunter einige Schwellungen vor dem Schlauch, wenn die Viecher mal wieder zugeschlagen hatten.

In der letzten Woche konnte ich verstärkte Schuppenbildung beobachten.
Darüber hinaus ist der Fellwechsel ist in vollem Gang, Cisko hat jetzt schon wieder seine Winterfarbe. Auch die teilweise etwas kahlen Stellen am Bauch wachsen schon wieder ordentlich zu.


Art der Behandlung:
Wie im August. Weiterhin alle 7 Tage Butox.
Geschwollene Stiche am Schlauch 1-2 Tage mit Fenistil-Gel eingerieben
Zusätzlich wegen Unterstützung des Fellwechsels ab Mitte September pro Tag ca. 100g Leinkuchenpellets von Makana gefüttert.
Gegen Juckreiz im Gesicht mit Aloe Vera Blattgel (97% rein, gabs letzte Woche günstig bei uns im Penny) eingeschmiert. Das scheint wirklich zu beruhigen.

Anja

  • Guest
Oktober 2007
« Reply #11 on: November 05, 2007, 10:10:49 am »
Beschreibung des Gesundheitszustands:
Anfang Oktober war der blanke Horror: Scheuern was das Zeug hält, nur Decke und Fliegenmaske haben aber das schlimmste verhindert.
Abends ging nur Reiten in der Halle, selbst dick eingesprüht war kein Weidegang möglich ohne heftiges Bauchscheuern.
Der Bereich um die Schlauchregion war in dieser Zeit sehr zerstochen und stark geschwollen.
Gegen Ende des Monats mit dem Kälteeinbruch kam dann der Umschwung: Ab 24. Oktober hat Cisko beschlossen, dass er keine Decke mehr braucht und ließ sich nicht mehr anziehen. Seitdem schiebt das Fell auch noch deutlicher nach, wobei er generell kein besonders langes Winterfell bekommt.
Unterm Bauch ist er nach wie vor recht zerstochen, man sieht es nur wegen dem dickeren Fell nicht mehr so gut. Die Schlauchregion ist aber wieder abgeschwollen.
Die Schuppenbildung, die bis zur Mitte des Monats so heftig war, wie nie zuvor in diesem Jahr, hat auch wieder nachgelassen. Lediglich an der Stelle kurz vor dem Widerrist, wo die Mähne nur noch zu einer Seite fällt und er auch im Moment noch etwas schubbelt, gibts noch ein paar mehr Schuppen (siehe Foto).
Während um uns herum alles wirklich schlimm hustet, Fieber hat und die Nase läuft erfreut sich Cisko diesbezüglich bester Gesundheit, ganz im Gegensatz zu seinem Frauchen  :(
Wegen einer Sehnenzerrung am linken Vorderbein hat er seit fast 6 Wochen nur Schonprogramm: 1 Stunde Schritt im Gelände und reichlich Zirkuslektionen, damit das Köpfchen auch beschäftigt ist und er nicht auf andere dumme Gedanken kommt. Dementsprechend habe ich das Kraftfutter total runtergefahren: Es gibt morgens und abends nur je zwei Esslöffel Mais und Gerste, damit die Mineralien, die Bierhefe und das Schwarzkümmelöl ins Pferd kommen, Leinkuchenpellets füttere ich normal weiter eine Handvoll pro Tag. Beim Klickertraining gibt es bis zu 3 Möhren und einen Apfel und zum Kraftfutter morgens und abends eine Quitte.

Art der Behandlung:
Bis 24. Oktober Decke und Fliegenmaske
Bis zum 26. Oktober 3 mal 45 ml Butox aufgetragen
Geschwollene Stiche am Schlauch mit Fenistil-Gel eingerieben
Täglich einmal mit Rokkale Mückenfort eingesprüht, besonders unterm Bauch.
Gelegentlich Birkenhaarwasser in die Mähne einmassiert, ab Mitte Oktober alle beanspruchten Stellen 1-2 mal die Woche mit Bio-Hautöl von Leovet behandelt.
Die Behandlung mit Aloe Vera Gel habe ich wieder eingestellt, weil Cisko mir deutlich zu verstehen gegeben hat, dass er das Zeug nicht ausstehen kann.

Anja

  • Guest
November 2007
« Reply #12 on: Dezember 06, 2007, 07:26:18 pm »
Beschreibung des Gesundheitszustands:
SE-technisch ist bei uns  alles im grünen Bereich. Cisko scheuert ab und zu am Hals direkt hinter den Ohren und ein wenig am Schweif, aber ohne nennenswerten Haarverlust und nicht mehr als unser gesundes Pferd auch.
Das Bauchschubbeln hat er ebenfalls schon Mitte Oktober vollständig eingestellt.

Die letzte Butox-Gabe war Mitte Oktober.
Ich habe dann am 12. November Blut abnehmen lassen um die Leberwerte zu bestimmen, weil ich mir über die Verträglichkeit von Butox natürlich auch meine Gedanken gemacht habe.
Hier die Werte:
COT (ASAT)       (IFCC) Ist: 437 U/l  Soll: < 517
Y-GT             (IFCC) Ist: 85  U/l  Soll: < 45
GLDH             (DGKC) Ist: 2,4 U/l  Soll: < 20,8
Alk. Phosphatase (IFCC) Ist: 151 U/l  Soll: < 333

Also bis auf den Gamma-GT alles in Ordnung.
Laut Tierarzt muss dieser eine schlechte Wert nicht unbedingt mit dem Butox zusammenhängen.

Leider laborieren wir immer noch an der Sehnengeschichte herum, deswegen gibts nach wie vor Sparfutter.


Art der Behandlung:
Gelegentlich die Schubberstellen am Hals und Schweif mit Bio-Hautöl von Leovet eingecremt.Je besser es Cisko geht, desto mehr weigert er sich, sich mit irgendwas einschmieren zu lassen. Offensichtlich ist er der Meinung, dass das im Winter nicht nötig ist.
Alle paar Tage Birkenhaarwasser gegen die Schuppen eingesetzt.
Fütterung: Zusätzlich 20 ml Mariendistelöl pro Tag über 2 Wochen für die Leber, dafür Schwarzkümmelöl weggelassen.
Das Kontrollblutbild gibts im Dezember-Bericht.

Anja

  • Guest
Dezember 2007
« Reply #13 on: Januar 03, 2008, 02:38:16 pm »
Beschreibung des Gesundheitszustands:
Cisko geht es SE-technisch prima.
Nachdem die Schuppenbildung weiterhin sehr stark war, habe ich begonnen, mit Finisa Var.II zu behandeln. Schon nach 2 Behandlungen wurden die Schuppen deutlich weniger. Cisko genießt die Behandlung sichtlich, bei allem anderen "Schmierzeug" hatte er seit Wochen die Flucht ergriffen.

Leider war der y-GT-Wert im zweiten Blutbild noch schlechter (bei 100). Ein Leber-Ultraschall zeigte jedoch keine Auffälligkeiten. TA vermutet entweder Giftpflanzen im Heu oder einen "umgeleiteten" Husten: In unserem Stall waren alle Pferde schwer und lang erkältet, auch Ciskos Mitbewohner, Cisko war das einzige Pferd im Stall, dass nicht gehustet hat. Unser TA meint, das könne bei Ihm durchaus auch auf die Leber geschlagen sein. Butox als Ursache für den schlechten Wert ist auszuschließen.

Art der Behandlung:
Zur Unterstützung der Hautregeneration einmal wöchentlich mit Finisia Var II Mähnenkamm, Schweifrübe, Bauch und Schlauch eingeschmiert.
Hierzu die Finisa Creme im Wasserbad geschmolzen und mit etwas Distelöl gestreckt. Dann in eine stumpfe Spritze aufgezogen, möglichst dicht an die zu behandelnden Stellen gespritzt und mit den Fingern einmassiert.
Tägl. Mariendistelöl für die Leber gegeben. Zusätzlich ein pflanzliches Präparat vom Tierarzt gespritzt 5 Ampullen im Abstand von 3 Tagen, außerdem Vitamin-Aufbausalz, ebenfalls vom Tierarzt. Kontroll-Blutbild im Januar.


Fotos gibts diesmal keine, entweder es ist zu dunkel oder Pferd ist zu matschig. ;D

Anja

  • Guest
Rückblick 2007 und Pläne für 2008
« Reply #14 on: Januar 03, 2008, 02:50:18 pm »
Im Gegensatz zu unserem ersten Ekzem-Jahr 2006 bin ich in diesem Jahr mit dem Ergebnis zufrieden. Fast 25 cm Mähnenzuwachs sprechen für sich.  ;)

Mit der Kombination aus Decke, Butox, Rokkale Mückenfort, Eudermatan Salbe und Birkenhaarwasser ist Cisko ohne größere Schweif- und Mähnenverluste und mit einer geringen Zahl an relativ kleinen offenen Stellen (nur am Schlauch) durch die dieses Jahr ansonsten echt ätzende Saison gekommen.
Kein Vergleich zu der Verzweiflung mit der ich mir im August 2006 endlich den Winter herbeigewünscht habe oder wenigstens jeden Tag Dauerregen....

Was bleibt, ist das ungute Gefühl "Gift" aufs Pferd zu kippen.
Und das es ohne Decke natürlich noch schöner wäre. Wobei ich mir da gar nicht sicher bin, wer das größere Problem hat. Cisko hat sich immer regelrecht in seine Decke hineingestürzt, ich hatte nie den Eindruck, dass sie ihn stört oder behindert.

Daher lautet der Plan für 2008:
Bis Februar/März Behandlung mit Finisa Var.II um die Regeneration der Haut zu unterstützen,
ab dann Ökozon (Typ 5 für Schwerstekzemer, auf Anraten von Herrn Busch).
Wenn es klappt ohne Decke, wenn nicht halt mit. Das Modell von 2008 ist gut erhalten und schafft sicher noch eine Saison.

Es ist gut zu wissen, dass es ein Mittel (in unserem Fall zunächst Butox) gibt, das hilft. Vor dem Hintergrund kann man dann etwas entspannter neue und natürlichere Dinge probieren, weil das "Fallback-Szenario" ja steht.

Daher sehen wir relativ entspannt der kommenden Saison entgegen.
An dieser Stelle noch einmal ein ganz dickes Dankeschön  :-* an Birgit und all die anderen fleißigen Schreiberlinge. Ohne Euch hätten wir nicht so schnell Erfolge erzielt und Denkanstöße in die richtige Richtung bekommen!!!!