Author Topic: Doku Nia 2008  (Read 11342 times)

Skyfly

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Doku Nia 2008
« on: Januar 03, 2008, 09:35:43 am »
Name: Rufname Nia (Mardi Gras Winged Foxy Lady)
Farbe: "Blond"Fuchs
Rasse: American Saddlebred
Stm: derzeit ca. 160 cm
Geb.Datum: 12.05.2004
Geschlecht: Stute
Abst. Vater: Callaway´s Mardi Gras (als Landbeschäler in NL: "Immigrant")
Abst. Mutter: Amber Harlem´s Lucky Moonshine v. Amber Heir
Wohnort/Stall: Idstein-Heftrich im Taunus
Besonderheiten: Erkrankungsbeginn eindeutig 2007, geringe zunächst unerkannte Symptome bereits im Jahr davor.

Behandlung 2008: Geplant: Hyposensibilisierungsbehandlung nach vorausgehendem Bluttest der Fa. Laboklin - Equine Cast 2000, zur Unterstützung Ökozon, falls nötig zusätzlich Decke.

Skyfly

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Vorgeschichte Nia
« Reply #1 on: Januar 03, 2008, 09:36:18 am »
Ich habe Nia knapp zweijährig im Frühjahr 2006 beim Züchter im Sauerland gekauft. Sie ist das erste Fohlen ihrer Mutter. Sie hatte superschönes Langhaar und glattes, glänzendes Fell.
Im Herbst 2006 zog sie zu mir in den Taunus um. Änderung: Von Offenstallhaltung zu nachts Stall, tagsüber Weidegang. 
Im Spätsommer hatte ihr noch beim Züchter ein anderes Jungpferd das gesamte Mähnenhaar ausgezogen und sie hatte eine kleine nässende Stelle unterm Bauch. Ich hatte von Sommerekzem kaum Kenntnisse und ahnte nicht, was auf mich zukommen würde. Die Erstsymptome erkannte ich erst im nachhinein.
Im Frühjahr 2007 ging es dann so richtig übel los: Mähnenschubbern und -ödem, Schopf abgescheuert, Ohren und Gesicht kahl, Schweifrübe wund und kahl, Bauchnaht nässend offen, hubbelige Stellen ums Euter und an der Schenkelinnenseite, das Pferd permanent in erstaunlichen Verwindungen sich an allen möglichen Körperstellen kratzend mit Zähnen und Hufen, der psychische Zustand eine Mischung aus Erschöpfung und Nervosität. Diverse Mückenrepellents mit Neemöl, Teerlösungen u. a., andere Öle wie Wiemerskamper - nichts brachte Linderung. Ich kaufte schließlich eine Ekzemerdecke mit nasenbedeckender Maske. Die half einigermaßen. In dieser Zeit lernte sie Berührungen überall am Körper kennen (wenigstens etwas Positives). Der Leidensdruck ließ sie auch die Furcht vor dem Blindeinstieg in den geschlossenen Deckenschlauch überwinden.
Anfang August 2007 zog ich in einen anderen Stall (der andere war aufgegeben worden), wo sie für 24 Stunden auf die Koppel kam. Gleichzeitig zog ich ihr die Decke aus und begann mit der Anwendung von Ökozon. Immerhin: Es wurde nicht schlimmer, sondern blieb auf einem mittleren Niveau mit mäßigem Juckreiz, am schlimmsten im Gesicht, an den Ohren und am Mähnenkamm, aber auch an Schweifrübe und Bauchnaht - aber keine offenen Stellen mehr, nur kahl. Die stoppelige Stehmähne wuchs wieder etwas.
Seit Oktober ist Ruhe.
Heute (3.1.08) hat sie Blut abgenommen bekommen, das an die Fa. Laboklin eingesandt wurde, um eine Hyposensiblisierungsbehandlung zu beginnen. Speziell für relativ frisch erkrankte Pferde sind die Chancen auf eine Symptomheilung bis -besserung wohl recht gut (ca. 80 % und höher).
In ca. 4 Wochen erwarte ich ein Serum, das dann in einem gewissen Rhythmus unter die Haut gespritzt werden muss. Damit erfolgt eine Gewöhnung des überreagierenden Immunsystems an den auslösenden Mückenspeichel. Wenn sie vor Saisonbeginn schon immuntrainiert ist, sollte sie bei echten Mücken auch nicht mehr so starke oder vielleicht sogar keine Symptome mehr zeigen. Die Spritzen müssen leider lebenslang weiter gegeben werden - ziemlich schreckliche Vorstellung bei einem so superempfindlichen Pferd wie es Nia ist, aber immer noch viel besser als das Leid, das ich mit ihr im vergangenen Sommer kennengelernt habe! Ich wünsche uns beiden viel Erfolg!

Inka

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Januar 2008
« Reply #2 on: Februar 04, 2008, 03:54:15 pm »
Der Immuntest hat völlig überraschend als Ergebnis KEINE Allergien gefunden auf die üblichen Saugviecher. Also ist damit der Plan einer Hyposensibilisierung vor Saisonbeginn hinfällig. Nach Rücksprache mit dem TA werden wir es mit einer unsezifischen Immunstimulierung durch Pilz-Impfung versuchen.

Beschreibung des aktuellen Gesundheitszustandes:

Alles ist so herrlich normal. Ich habe ein Pferd mit normalem Winterfell und noch etwas strubbeligem, aber wachsendem Langhaar, das mit seinem normalen Temperament und Charakter viel Freude macht. Langsam, langsam beginne ich mit dem Anreiten, immer langsam mit den jungen Pferden. Es fällt mir auf, dass Nia nicht leicht schwitzt - ehrlich gesagt habe ich sie bisher nur bei Regen nass gesehen.

Art der Behandlung:

Keine. Geplant ist spätestens ab April Ökozon, im März die Insol-Injektionen.
« Last Edit: Februar 22, 2008, 08:19:41 pm by Skyfly »

Inka

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Februar 2008
« Reply #3 on: März 25, 2008, 11:11:38 am »
Gesundheitszustand: Prima, alles normal.

Art der Behandlung: Ende des Monats habe ich wegen der wärmeren Temperaturen angefangen, Mähnenkamm, Gesicht und Schweifansatz mit Ökozon-Moskitozon einzucremen - reine Prophylaxe.
Ich füttere Hesta Mix und ein wenig Hafer, dazu Karotten, manchmal einen Apfel.
Nia hat die erste von insgesamt drei Injektionen des Pilzimpfstoffes gespritzt bekommen.
Die Mähne ist jetzt vollständig liegend bis auf die kleinen Stoppeln am Kamm, die erst später nachgewachsen sind. Da sich somit von der Optik nicht viel geändert hat, diesmal keine Fotos.
« Last Edit: März 26, 2008, 01:10:55 pm by Skyfly »

Inka

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März 2008
« Reply #4 on: März 31, 2008, 08:58:22 pm »
Gesundheitszustand:
Prima. Alles normal.

Behandlung:
Wir haben die zweite Pilzimpfung in doppelter Dosis gut überstanden. Nebenbei habe ich die Eingangsfütterung für die Flüssigkeit von Ökozon gemacht. Ab jetzt noch ca. 1 x pro Woche bzw. nach Bedarf. Seit der Schnee geschmolzen ist, reibe ich täglich Gesicht, Mähnenkamm, den Wirbel am Bauch und die Schweifrübe mit Ökozon-Moskitozon ein.
Füttere Hesta-Mix mit ein wenig Hafer (der sie seeehr "lustig" macht). Täglich Karotten, manchmal Äpfel oder Banane. Dazu Biotin zur Verbesserung der Hufhornqualität (sie läuft noch barfuß).
« Last Edit: Juni 03, 2008, 08:09:02 am by Skyfly »

Inka

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April 2008
« Reply #5 on: Mai 04, 2008, 07:40:49 pm »
Gesundheitszustand:

Erfreulich gut, Einmal ein Stich am Wirbel an der Bauchnaht, dadurch ein Hubbel, aber kein Nässen. Sie reagiert sehr nervös auf sie umsummende Insekten auch beim Ausritt, aber es sind zum Glück nicht viele. Ganz selten kratzt sie sich mal am Fell. Mähne und Schweif sehen ganz normal aus.
Sie wirft jetzt beherzt ihr Winterfell ab, gerät auch öfters ins Schwitzen - endlich.
In ihrer Boxe habe ich eine Gumminoppenmatte befestigt, die sie bisher noch nicht benutzt zu haben scheint. Sieht noch ganz sauber aus.

Behandlung:

Auch die dritte Pilzimpfung gut überstanden. Ich schmiere weiterhin Ökozon Moskitozon auf die "wichtigen" Stellen. Heute das erste Mal bei schöner Wärme auch shampooniert.
Leider verweigert sie in diesem Jahr die Ökozon-Leckerwürfel, die ich jetzt zerbrochen ins Futter mogele.
Ich füttere Hesta Mix mit wenig Hafer, seit April Schwarzkümmelschrot und Mash. Dort hinein die Ökozon-Würfelbrocken und ca. alle 14 Tage die Kräuterflüssigkeit. Ausserdem ca. jeden zweiten Tag einen drittel Hefewürfel. Dazu Biotin (sie hat jetzt Eisen). Karotten schleiche ich als Zufutter aus, jetzt gibts Gras. Karotten nur noch als Belohnung.
Nach einer Angrasephase im April geht sie seit dem 1. Mai tagsüber auf die Koppel und kommt abends für die Nacht in die Box.

« Last Edit: Juni 03, 2008, 08:09:16 am by Skyfly »

Inka

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Mai 2008
« Reply #6 on: Juni 09, 2008, 07:04:55 pm »
Wir waren 14 Tage zur "Weiterbildung" bzw. zum Urlaub am Chiemsee und sind gestern erst wieder zurück gekommen.

Gesundheitszustand:

Im Mai gab es einzelne Sorgentage. Ein nässender Juck-Knubbel am Mähnenkamm, drei kleinere Glatzenstellen am Mähnenkamm. Wenn sie sich "wie ein Hund" mit den Hinterfüßen dort kratzt, glitschen ihre Hufeisen über die Haut, ohne dass sie sich zu viele Haare ausreisst. Der Effekt ist - keine größeren Haarverluste. Der Schweif sieht prima aus, die Bauchnaht, der Schopf und vor allem auch das Gesicht auch. In den Ohren fand ich mal ein paar kleine juckige Stellen, die sind aber auch weggeblieben, nachdem ich sie abgeknibbelt habe. Die Schubbelmatten in der Box sehen aus wie neu.
Also irgendwie super schön entspannt!!! Sie ist weiterhin extrem empfindlich auf Berührungen an der Haut und reagiert relativ hysterisch auf sie umfliegende Insekten, aber sonst ist es irgendwie schön normal.
Am Chiemsee war sie in der ersten Nacht draussen. Am Morgen hatte sie trotz Ökozon-Prophylaxe unglaublich große juckende Beulen am ganzen Körper - Bremsenstiche. Ich behandelte sie mit Heilerde und Essig mit gutem Erfolg. Später hatten auch andere, nicht ekzembelastete Pferde solche Hautreaktion, irgendwie  beruhigend. Später kam sie tagsüber oder wegen der großen Hitze auch nachts raus, dann aber mit Decke (ca. eine Woche). Damit kamen wir prima rum.

Behandlung:

Ökozonwürfel täglich, Kräuterflüssigkeit ca. einmal pro Woche, täglich schmieren mit mindestens Moskitozon, auf die juckigen Stellen auch Lazosan oder die blaue Lotion. Während des Urlaubs auf die schlimmsten Beulen im Fell Heilerde mit Wasser und Essig, vor allem unterm Bauch, wo die meisten dicken Stiche waren. In dieser Zeit eine Woche lang Ekzemerdecke wegen der Bremsen. Im Urlaubs-Stall wurden Effektive Mikroorganismen ins Futter gegeben. Es gab dort ein Shetland-Pony, das seit der EM-Gabe ekzemfrei geworden ist. In den vierzehn Tagen dort hat sich auch bei meiner Stute alles irgendwie normalisiert. Ich sprühte teilweise nur noch "normales" Repellent (Power Phaser von Leovet - die Pferde riechen wegen des enthaltenen Teer allerdings wie Räucherschinken), was prima wirkte. Ökozonwürfel und Kräuterflüssigkeit weiter gefüttert wie zuvor.
Als Grundnahrung Müsli mit superwenig Hafer, ausschleichend Mash zum Verstecken der Kräuterwürfel und zum Auffüttern, dazu Weidegang - zuhause vorwiegend tagsüber. Schwarzkümmel-Pellets werden ab Juni ergänzt durch Effektive Mikroorganismen. Biotin fürs Hufwachstum.

Da es weiterhin keine symptomatischen Stellen gibt, habe ich keine neuen Fotos eingestellt.
« Last Edit: Januar 27, 2009, 02:44:59 pm by Skyfly »

Inka

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Juni 2008
« Reply #7 on: Juli 26, 2008, 03:55:57 pm »
Gesundheitszustand:

Der Juni war ziemlich schrecklich. Es begann mit einzelnen sehr kleinen rundlichen Stellen am Mähnenkamm (interessanterweise auf der Seite, über die die kurze Mähne fällt), die borkige helle dicke Auflagerungen haben. Wenn man die Borken abknibbelt, fällt der schlimme Juckreiz auf - immer wieder wird der Hals gesenkt und es kommt ein kratzwilliger Hinterfuss dazwischen.
Vor allem der Mähnenkamm ist betroffen, ein wenig auch die Schweifrübe. Das Gesicht kaum. In den Ohren gibt es einzelne Knubbelchen, die aber offenbar nicht so schlimm jucken. Kaum betroffen ist die Bauchnaht und die innere Oberschenkelregion.
Weil es immer schlimmer wurde, habe ich schliesslich angefangen, sie bei Koppelgang einzudecken.
An einem Tag war ich nicht da und gab das Eindecken in Auftrag. Der Tag begann mit Regen, so dass die Beauftragte meinte, es sei ja nicht nötig einzudecken. Ich wiederum hatte Nia nur an den üblichen, nicht von der Decke geschützten Stellen eingeschmiert. Noch am selben Tag ging es so richtig schlimm los - viel mehr kleine Stellen am Mähnenkamm, häufiges Kratzen, wodurch einiger Haarverlust auftrat und die Mähne, die endlich wieder schön nachgewachsen war, auf etwa einem Drittel der Gesamtlänge ziemlich abgescheuert wurde(einzelne dünne Strähnen stehen noch...).

Behandlung:

Jetzt wieder Ekzemerdecke beim Koppelgang am Tage, nachts "nackig" im Stall. Ökozon (Schmieren nach Anleitung, 1x wö. Shampoozon, "Frolic"-Kringel mindestens 12 täglich, 1x wö. 20 ml Kräuterflüssigkeit). Haferfreies Müsli, abends Hafer und Mash mit frischem Knoblauch und Ingwer reingeschnippelt.
Da sie diesmal nicht so große Probleme mit dem Gesicht hat, trägt sie statt Maske nur ein Stirnfransenband, das ihr hilft, die Insekten wegzuschütteln (statt Schopf). Gesicht, Nacken und Euterregion schmiere ich abends mit Moskitozon ein, weil hier die Decke nicht schützt.
Sie steht mit drei Freunden auf der Koppel, die alle freundlich zu ihr sind und netterweise auch ihren Hals so zärtlich kraulen, dass die Decke es unbeschadet übersteht.
Seit dem Einsatz der Decke gibt es zum Glück keine weiteren Langhaarverluste, leider verwurschteln die oberen Schweifhaare sehr und brechen auch ab, weil der Schweiflatz etwas eng anliegt. Rassetypisch hat sie die Schweifrübe gerne öfters angehoben.



« Last Edit: Januar 27, 2009, 02:45:11 pm by Skyfly »

Inka

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Juni 2008
« Reply #8 on: Juli 26, 2008, 04:04:51 pm »
Hier noch das Mähnenbild:
« Last Edit: Januar 27, 2009, 02:45:29 pm by Skyfly »

Inka

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Juli 2008
« Reply #9 on: August 24, 2008, 08:17:47 pm »
Gesundheitszustand:

Ziemlich übel. Die Mähne hat viele kleine juckende Knubbelchen, der Langhaarverlust ist recht beträchtlich, so dass ich die Mähne wieder gekürzt habe. Der Schweif, die Euterregion und die Bauchnaht sind ziemlich unversehrt (bis auf die abgebrochenen Haare durch den Schweiflatz). Wegen der Aufgeregtheit Nias beim Bremsenflug bekommt sie tagsüber für den Koppelgang ihre Decke wieder, in die sie morgens begeistert reintaucht. Am Schopf ist eine kleine Stelle, die aber ebenso wie einzelne kleine Knubbel in den Ohren nicht so schlimm zu jucken scheinen, daher bleibts bei Stirnfransenband am Halfter.

Behandlung:

Ökozon volles Programm. 12 - 15 "Frolics", 1 x wöchentlich Kräuterflüssigkeit abends und morgens jeweils 10 ml, Einreiben der Juckestellen mit Lazosan oder blauer Lotion, vor dem Abendfüttern Gesicht, Euterregion und Schenkelinnenseiten mit Moskitozon. Tagsüber Weidegang mit Decke. Die Frolics versteckt in einer kleinen Portion Irish Mash mit reingeschnippelter frischer Knoblauchzehe. Vor Ausritten Camargue-Spray aufs Fell (da ist sie ohne jeglichen anderweitigen Schutz erfreulich gelassen - an heissen Tagen mit viel Bremsenflug reiten wir aber schnell in den Wald, wo die Biester sich nicht so gerne aufhalten). Tägliches Futter wie gehabt - 2x tgl. Müsli (haferfrei), 1x tgl. etwas Hafer, darin jeweil 1x tgl. Effektive Mikroorganismen und Biotin.
Der Mähnenverlust stimmt mich traurig - es hatte so vielversprechend angefangen. Dafür tröstet der im Vergleich zum Vorjahr symptomarme und teilweise symptomfreie Rest!!! Trotzdem sind Pferd und Pflegemensch ganz schön genervt.
« Last Edit: Januar 27, 2009, 02:45:48 pm by Skyfly »

Inka

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August 2008
« Reply #10 on: September 05, 2008, 07:18:29 pm »
Gesundheitszustand:

Wieder etwas entspannter. Nur noch vereinzelte juckende Knubbelchen im Mähnenkamm, die irgendwie völlig unbeeindruckt von Ökozon und Decke sind. Die widerristnahe Mähnenhälfte ist weitgehend weggekratzt. Ich habe die Mähne noch etwas weiter gekürzt, es sieht aber doch heftig zerrupft aus. Ein bisschen trauriger Anblick, den ich für den nächsten Monat noch als Foto einstellen werde. Aber ich finde sie auch so zauselig bildschön. Halt keine Wallemähne wie damals, als ich sie neu hatte, aber durchs Reiten kommen jetzt schöne Muskeln an den Hals, die man so schön sehen kann... Immerhin ist die Kratzerei nicht so hektisch. Außerdem finden sich unverändert einzelne Knubbelchen ohne Juckreiz am Schopf und in den Ohren. Keine Probleme am Bauch, ums Euter und am Schweif, die ich aber weiterhin ins Schmierprogramm von Ökozon einbeziehe.
Etwas mehr Stress gab´s in anderen Bereichen: Durch ein schmerzhaftes Rückenproblem, das von der Osteopathin erfolgreich behoben werden konnte, gab´s Stress beim letzten Schmiedtermin, weil sie die Hinterfüße beim Aufhalten nicht still halten konnte. Und der Zahnwechsel macht uns zu schaffen - die letzten Kappen wurden jetzt alle vier aktiv entfernt. Insgesamt ist sie aber nervlich ganz gut beieinander und eher gelassen und besonnen.
Seit Mitte des Monats hat bei unseren Pferden schon der Fellwechsel begonnen!

Behandlung:
Schmier schmier schmier mit Ökozon. Ca. einmal wöchentlich oder vierzehntägig Shampoozon. Einmal pro Woche 2 x 10 ml Flüssigkeit, jeden Tag bis 15 "Frolics", die ich in eine kleine Portion Irish Mash lege, um sie einzuweichen - feste Pellets werden gnadenlos aus dem Futter aussortiert und liegen gelassen. In dieses Mash kommt noch frischer Knoblauch - ein bis zwei Zehen, manchmal noch ein Drittel frischer Hefewürfel oben drüber. Morgens Biotin, abends Effektive Mikroorganismen übers Futter. Grundfutter ist haferfreies Müsli, abends gibt´s noch ein bisschen ungequetschten Hafer dazu.
Tagsüber Koppelgang mit Ekzemerdecke, in die sie gerne reinschlüpft. Nachts Box mit Heu satt. Die Koppelgruppe ist den ganzen Sommer über konstant und friedlich (vier Pferde). Vor dem Ausreiten Camargue Spray, an wirklich brummerreichen heißen Tagen auch mal aufs Fell Power-Phaser (das Geräucherte-Schinken-Mittel). In der Halle nix. Die Fliegen machen aber vor allem gegen Ende des Monats einen ziemlich sprühresistenten Eindruck, sie sind ziemlich aufdringlich und lästig.
 
« Last Edit: Januar 27, 2009, 02:46:12 pm by Skyfly »

Inka

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September 2008
« Reply #11 on: Oktober 04, 2008, 07:46:22 pm »
Gesundheitszustand:

Hat sich sehr beruhigt. Bis auf hin und wieder ein Hinterbein am Mähnenkamm und die doch recht regelmäßige Benutzung des Schubbergummis in der Box (neulich war ich Zeuge, fantastischerweise ist es fürs Pferd befriedigend und dem Schweif sieht man NICHTS an!), ist alles richtig normal. Die Mähne ist zauselig, einige Stellen stehen zipfelig hoch, andere liegen, gegen die ursprüngliche Wallemähne bietet es halt ein trauriges Bild. Aber Schweif, Bauchnaht, Innenseite der Oberschenkel, ums Euter herum, auch das Gesicht und die Ohren haben fast keine Zeichen von Ekzem. Sie schubbert öfters mal Gesicht und Ohren, aber das Fell bleibt dran.

Behandlung:
Mitte des Monats habe ich die Decke wieder abgenommen, was völlig unproblematisch war. Ich schmiere weiterhin mit Ökozon, füttere täglich die Kringel, einmal wöchentlich Flüssigkeit. Ansonsten wie gehabt: Haferfreies Müsli mit abends etwas Hafer dazu als Grundnahrung, ein bisschen Mash mit 2 - 3 frischen Knoblauchzehen drüber geschnipselt, in denen die die Kringel einweiche, morgens etwas Biotin-Pulver (für die Hufe). Auf der Koppel freuen sich die Pferde über dick behängte Apfelbäume, der Boden ringsum ist sehr aufgeräumt, und hin und wieder schnabuliert eine Giraffe direkt von den Ästen.


Inka

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oktober 2008
« Reply #12 on: November 09, 2008, 12:29:20 pm »
Gesundheitszustand:
Recht friedlicher Monat. Ohne Decke klappt es gut auf der Koppel. Die Mähne wächst wieder ein bisschen, bietet aber nach wie vor ein zauseliges Bild. Der Schweif sieht prächtig aus, das übrige Fell einschließlich Gesicht und Bauchnaht ebenfalls. Wir genießen die Ausritte ohne Gebrummsel um uns herum. Das Training macht Fortschritte, sie hat schöne Muskeln entwickelt und ist deutlich gereift in diesem Jahr. Sie ist runder geworden, ihr Fell glänzt wunderschön, sie trägt eine schicke Äpfelung (sogen. Haferäpfelung) im roten Pelz, den sie geschoben hat.

Behandlung:
Keine Decke mehr, weiter Moskitozon. Wenn sie mal ein bisschen strubbelige Schweifhaare hat, oder um Kratzen bittend mit wackelndem Hintern rückwärts auf mich zu kommt (sehr spezielle, witzige und unwiderstehliche Aktion, die sie sich da hat einfallen lassen) auch Lazosan. Keine Ökozonflüssigkeit mehr. "Frolic"-Würfel eher unregelmäßig 7 - 10 Stück. Füttern wie gehabt - Müsli haferfrei, abends etwas Hafer dazu, kleine Portion Mash mit aufgeweichten "Frolic"-Würfeln und frischem Knoblauch, 1 x tägl. Biotin und Effektive Mikroorganismen.
Täglich tagsüber Weidegang in konstanter Gruppe, nachts Box. Seit Ende des Monats tagsüber leichte Reduktion, damit die Umstellung auf die Wintersaison vorbereitet wird, wo nur noch mehrstündige Matschpaddocks oder Laufenlassen in der Halle geht.
Die Fotos sind leider ziemlich überbelichtet wegen einer Fehleinstellung (ist nicht meine Kamera), ich denke aber, zum Besichtigen des Langhaarzustandes reichen sie.

« Last Edit: Januar 27, 2009, 02:46:32 pm by Skyfly »

Inka

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November 2008
« Reply #13 on: Dezember 17, 2008, 02:51:43 pm »
Gesundheitszustand:

Prächtig. Kaum zu glauben, dass es sich um ein Ekzempferd handelt. Die Insekten sind weg, damit der Juckreiz. Auf der Koppel gebärdet sie sich mit ihrer etwa gleichaltrigen Freundin verspielt und rennfreudig. Mensch und Pferd geniessen diesen entspannten normalisierten Zustand.

Behandlung:

Keine besondere Behandlung mehr. Koppelgang leider etwas reduziert, an frostigen Tagen darf die Gruppe noch auf die Koppel, ansonsten ist Matsch-Paddock oder mehrstündiger freier Aufenthalt in der Lauf-Halle angesagt. Kein Ökozon mehr, kein Spray, außer Schwarzkümmelpelletts und Karotten (ca. 1 - 2 Pfund pro Tag) keine besondere Fütterung.
Die Mähne wächst wieder, nur noch an dem großen Wirbel steht sie noch senkrecht, sonst liegt sie wieder um. Der Schweif hat nicht besonders gelitten. Die oberen Deckhaare sind etwas kurz wegen des Haarbruchs unter der Ekzemerdecke, aber es scheint nicht aussergewöhnlich zu jucken. Das Fell sieht sehr gesund aus.

Interessant für mich ist nach diesem Jahr in den Aufzeichnungen nachlesen zu können, dass unsere problematischsten Monate der Juni und der Juli sind. Die übrigen "heissen" Monate funktionierten ganz gut mit Ökozon. In den beiden schlimmen Monaten kamen wir ja ganz gut mit der Ekzemerdecke zusätzlich rum. Für mich heisst das, dass ich nächstes Jahr ohne Wartezeit auf Veschlimmerung gleich im Juni anfangen werde einzudecken. Anfang August werde ich dann wohl wieder auf die Decke verzichten können.

Auf eine weitere interessante Sache hat mich eine wegen eines ISG-Problems hinzugezogene Chiropraktikerin hingewiesen. ISG-Blockaden sind wohl häufiger mit Eierstock-Problemen assoziiert. Generell können ja hormonelle Probleme an allen möglichen Stellen des Körpers unerwartete Auswirkungen zeigen. Die genaue Abklärung diesbezüglich steht noch aus, aber Nia hat tatsächlich wenig bis keine Rossezeichen gezeigt. Vielleicht ist da wirklich etwas nicht in Ordnung, dessen Behandlung auch die Hautproblematik vermindern könnte. Bin gespannt.
Hat da vielleicht schon mal jemand etwas über einen derartigen Zusammenhang gehört oder gelesen?

Inka

  • Guest
Dezember 2008
« Reply #14 on: Januar 13, 2009, 04:48:30 pm »
Gesundheitszustand:
Ich mochte früher immer den Sommer viel lieber, das hat sich jetzt leider geändert. Wie schön es ist, ein "normales" Pferd zu haben! Wieder an die normalen Dinge im Kontakt mit ihm denken zu können.
In der Kälte ist alles völlig normal. Alles Langhaar wächst, das Fell glänzt wunderschön, Nia kann sich mit neuen Anforderungen beim Reiten beschäftigen, sie nimmt meine Anregungen zur Entspannung zwischen Übungen gerne an, kann still stehen, ist freundlich, aufgeschlossen und für ihre Verhältnisse recht ruhig. Sie spielt mit ihren Freundinnen im Schnee und ist bei Ausritten seehr temperamentvoll. Ich geniesse die intelligente, herausfordernde Partnerin, die sich in ihrem Körper wohl fühlt.

Behandlung:
Nichts besonderes, also mit einer Absicht bezüglich des Sommerekzems. Müsli haferfrei, Karotten, ein ganz klein bisschen Mash.


Fazit:
Hatte ich im Monat November schon angedeutet - ich bin froh, dass ich durch den Tagebuch-Charakter der Dokumentation jetzt weiss, wann unsere kritischen Zeiten sind. In denen werde ich auch nächstes Jahr mit Ökozon und Decke schützen. Im Vergleich mit 2007 war es in diesem Jahr aber schon deutlich abgeschwächt, was die Symptomatik anbelangt. Es ist natürlich schwierig genau zu definieren, woran das jetzt gelegen hat - Klima, Behandlung, Veranlagung... Immerhin nehme ich ziemlich befriedigt die derzeitige langanhaltende Frostperiode wahr, von der ich hoffe, dass sie einigen Flugmonstern den garaus machen wird. Ich bin sehr gespannt auf nächstes Jahr. Da das Ekzem noch immer da ist, und ich vielen Behandlungformen gegenüber aufgeschlossen bin, kann ich mir vorstellen, noch weiter herumzuexperimentieren. Nach wie vor suche ich nach einem evtl. Zusammenhang zwischen Eierstock-Fehlfunktionen, also hormonellem Durcheinander, und dem Ekzem.
Eine generelle Empfindlichkeit der Haut wird sicherlich bestehen bleiben. Neulich bei einem Schneeausritt bei reichlich Minusgraden blieb sie im Schritt stehen, an meinem Bein vorbei kam ein Hinterfuss, der den heruntergebogenen Mähnenkamm kratzen musste. Schon irgendwie witzig.

Ich drücke auch all den anderen Betroffenen die Daumen für die erfolgreiche Behandlung ihrer geliebten Pelzfreunde! Behaltet die Nerven!
In diesem Sinne: Alles Gute fürs neue Jahr!
« Last Edit: Januar 27, 2009, 02:46:54 pm by Skyfly »