Author Topic: Dokumentation Grisella 2010  (Read 9646 times)

Skyfly

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Dokumentation Grisella 2010
« on: Januar 26, 2010, 01:22:44 pm »
Name: Grisella
Farbe: Schimmel
Rasse: Lusitano
Stockmaß: 1,58 m
Geburtsdatum: 1992
Vater: unbekannt
Mutter: unbekannt
Wohnort: Odenwald

Behandlung 2010: Mikronährstofftherapie, Homöopathie. Außerdem verwende ich eine Boett-Decke, das gehört bei uns zur Grundausstattung und stellt für mich gar keine "Behandlung" mehr dar.
« Last Edit: Januar 26, 2010, 02:51:11 pm by Skyfly »

Skyfly

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Vorgeschichte Grisella
« Reply #1 on: Januar 26, 2010, 01:25:24 pm »
Vorgeschichte

Grisella wurde 1996 importiert und kam 1997 zu mir. 2 Jahre später brach das Ekzem ganz extrem mit den bekannten Symptomen aus: blutige Rillenmähne und blankgescheuerte Schweifrübe. In den letzten 10 Jahren habe ich so ungefähr alles ausprobiert, was es gibt: Kortisonspritzen, Pilzimpfung, Eigenbluttherapie, Eindecken, Hyposensibilisierung, Einschmieren mit diversen Produkten, Homöopathie, Akupunktur, Bioresonanz, Ökozon, Untersuchung auf Kryptopyrrolurie, diverse Fütterungsansätze.

Mein jetziger Ansatz ist die Mikronährstofftherapie, das heißt eine dauerhaft und stark erhöhte Zufütterung von Mineralien, Vitaminen und anderen Stoffen, die der Organismus essentiell benötigt. Die These ist die, daß heutige Nahrungsmittel ganz generell diese Mikronährstoffe in geringerer Menge enthalten als zu früheren Zeiten und das Pferd bei normaler Fütterung damit nicht mehr ausreichend versorgt ist. Ein Pferd nun, das auch noch krank ist wie ein Ekzemer, benötigt diese Stoffe unbedingt, vermutlich sogar in weitaus höheren Mengen als ein gesundes Pferd.

Ich versuche daher in diesem Jahr durch Zufütterung von Mineralien (wie Zink, Kupfer, Selen, Magnesium, Schwefel), Vitaminen (u. a. Vitamin A, E, B6, Biotin) und Probiotika zur Unterstützung der Darmflora die Versorgung zu optimieren. Die Zusammenstellung dieser Stoffe ist genau auf Grisellas vermuteten Bedarf ausgerechnet und soll entsprechend dem Ergebnis von Blutproben ggf. von Zeit zu Zeit angepaßt werden.

Parallel dazu versuchen wir in einem neuen Anlauf mit Homöopathie ein passendes Mittel für Grisella zu finden. Ich bin überzeugt davon, daß die Homöopathie ideal ist für solche ungeklärten Krankheiten wie das Sommerekzem. Man muß "nur" das richtige Mittel finden. Aber das hatten wir leider bisher nicht geschafft.

Die Bilder stammen aus 2008.
« Last Edit: Januar 27, 2010, 01:32:01 pm by Skyfly »

Gwenaelle

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Januar Grisella 2010
« Reply #2 on: Januar 27, 2010, 09:47:16 pm »
Beschreibung des Gesundheitszustandes:

Es ist kalt, es liegt Schnee, und Grisella geht es gut, wie immer im Winter. Die Wunden vom letzten Jahr sind im Großen und Ganzen verheilt, um die Augen rum sind die Haare aber nicht gut nachgewachsen, auch an der Schweifrübe fehlt's noch. Am Mähnenkamm gibt es eine Stelle, wo sie sich im letzten Jahr gescheuert hat (hat leider doch irgendwo einen Ast gefunden) und wo die Haut etwas verdickt ist. Sie läßt sich dort und an den Hinterschenkeln immer noch ganz gerne kratzen. Die Erinnerung an den Juckreiz ist also immer noch nicht vollständig verblaßt, das hatten wir im Winter noch nie.

Art der Behandlung:
Grisella bekommt eine individuelle Mischung der Futtermanufaktur. Sie enthält unter anderem erhöhte Werte an Zink, Kupfer, Jod, Selen, Kobalt, Schwefel, den B-Vitaminen, Vitamin A + E, Biotin sowie Probiotika, die die Darmflora unterstützen sollen. Das mische ich in ein paar Handvoll gewässerte Heucobs, dazu gibt's noch Hesta Mix Classic und rund ein Kilo Möhren am Tag. Grisella hat Freigang auf einer 2 Hektar großen Weide mit letzten Resten von Altgras, es gibt Heu satt, täglich rund 7-9 kg.

Bei der letzten Blutprobe im Oktober lag der Zinkwert mit 660 ug/l zwar im Normbereich (500-1300 ug/l), aber noch nicht sehr deutlich. Das möchte ich verbessern, weil ich davon ausgehe, daß ein Ekzemer einen erhöhten Bedarf an Zink hat. Der Wert für Pyridoxalphosphat (die aktive Form von Vitamin B6) war mit 6,6 ug/l im Keller (Referenzbereich 26-33 ug/l). Mein Ziel: das sollte sich auch nach oben bewegen. Mit der Futtermanufaktur berate ich mich derzeit darüber, wie man das über die Fütterung erreichen kann.

Weitere auffällige Punkte bei Grisella, die ich gerne tierärztlich überprüfen lassen möchte, sind: extrem langsames Hufwachstum bei sehr hartem Hufhorn; dunkelgelb gefärbter Urin bei tendenziell überdurchschnittlichem Durst; fehlende Rosse. Bislang haben diese Symptome die Tierärzte nicht interessiert, sie schienen ihnen nicht bedenklich und nicht mit dem Ekzem im Zusammenhang zu stehen. Für mich sind es die einzigen Anhaltspunkte, die eventuell darauf hinweisen könnten, was mit Grisella nicht stimmt. Denn sonst ist Grisella leistungsfähig, hat ein glänzendes Fell und wirkt gesund.
« Last Edit: Januar 28, 2010, 03:54:02 pm by Skyfly »

Gwenaelle

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Februar Grisella 2010
« Reply #3 on: März 03, 2010, 11:14:34 pm »
Beschreibung des Gesundheitszustandes:
Grisella geht es blendend, sie strotzt vor Energie und guter Laune. Kein Juckreiz mehr, es ist noch kalt, nachts hat's noch Frost, keine Mücken ... die schönste Zeit im Jahr für uns. Seit einer Woche ist der Fellwechsel in Gang gekommen, es fallen aber nur ein paar Haare aus. Grisella sieht man vom Ekzem fast nichts mehr an, die Augen sind auch wieder ziemlich "zugewachsen", nur der Schweif zeigt Lücken.

Art der Behandlung:
Vor 3 Wochen haben wir eine neue Mischung der Futtermanufaktur bekommen: Im Vergleich zur letzten Rezeptur enthält sie diesmal nochmals erhöhte Mengen an Zink (300% des Normalbedarfs) und Vitamin B6 (500% des Normalbedarfs), außerdem eine Kräutermischung, die die Leber unterstützen soll. Auch andere Vitamine und Mineralien sowie Prebiotika und Fermentgetreide haben wir noch ergänzt. Diese Rezeptur bekommt sie 30 Tage, danach soll dieselbe Rezeptur nur mit einer Kräutermischung für die Niere statt für die Leber gefüttert werden.

Mitte März will ich eine Blutprobe nehmen, um zu sehen, ob sich seit Fütterung der Futtermanufaktur-Rezepturen Mitte Dezember etwas geändert hat. Es soll ein großes Blutbild gemacht werden mit allen Werten für Muskeln, Leber, Niere und Stoffwechsel, Bilirubin sowie Zink, Selen und Kupfer und auch Vitamin B6. Zu letzterem hat sich bei Nachfragen im Labor und beim Tierarzt herausgestellt, daß es keine offiziell gültigen Referenzwerte für Vitamin B6 im Blut gibt und Grisellas als niedrig deklarierter Wert folglich nicht unbedingt aussagekräftig ist. Eine Spur, die ich daher nicht mehr mit Nachdruck verfolgen möchte.

Außerdem hat Grisella vor 3 Wochen ein homöopathisches Mittel in XM bekommen. Bisher war nichts völlig Auffälliges zu bemerken, was eindeutig auf das Mittel zurückzuführen gewesen wäre. Aber Grisella war vor 2 Tagen auf dem Reitplatz unglaublich gut drauf und ist momentan recht ausgeglichen - ich werte das als kleines Plus mit Fragezeichen.

Der die Futtermanufaktur beratende Tierarzt hat im Hinblick auf Grisellas dunklen Urin und die fehlende Rosse vorgeschlagen, bei Gelegenheit Leber, Niere und Gebärmutter per Ultraschall untersuchen zu lassen. Einen dringenden Bedarf sieht er dafür aber nicht. So eine Untersuchung werde ich trotzdem sicherheitshalber demnächst in Angriff nehmen. Vielleicht ergeben sich ja doch irgendwelche Hinweise.

Zum Hufhornwachstum: Ich habe, um genaue Zahlen zu erhalten, Mitte Januar eine kleine Kerbe in den einen Huf geritzt. Die erste Messung nach 1 Monat ist noch mit Vorsicht zu genießen, da der Kronrand nicht millimetergenau zu definieren ist, aber das Wachstum bewegt sich zwischen 5 und 8 mm/Monat - mehr als ich gedacht hatte. Das würde bedeuten, daß Grisellas Hufe sich relativ stark abreiben, denn der Tragrand liegt zu 3/4 auf Höhe der Sohle, ohne daß ich Hand anlege. Das müßte dann am Material liegen, denn Grisella wird nicht viel auf hartem Boden geritten, und ihr Weidebruder Little hat ganz schnell einen zu langen Tragrand, wenn ich nicht mit der Raspel nachhelfe.
« Last Edit: März 03, 2010, 11:16:00 pm by Gwenaelle »

Gwenaelle

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März Grisella 2010
« Reply #4 on: April 04, 2010, 10:59:09 pm »
Beschreibung des Gesundheitszustandes:
Alles ist noch in bester Ordnung. Grisella geht's gut. Der Fellwechsel ist voll im Gange. In der dritten Märzwoche war Grisella etwas ruhig (schlapp?), ich habe das auf die plötzlich gestiegenenTemperaturen zurückgeführt. Das warme Frühlingswetter hat die Kriebelmücken aufgeweckt, und Grisella hatte gleich die Bauchnaht voller Stiche und leicht geschwollen. Es schien ihr aber nicht viel auszumachen. Jetzt ist es wieder kalt und alles in Ordnung. Normalerweise müßten aber in den nächsten 2 Wochen die Gnitzen auftauchen und dann muß ich Grisella wohl eindecken.

Art der Behandlung:
Grisella bekommt wie gehabt Heu (nur noch 5-7 kg, weil wir mit dem Anweiden angefangen haben), außerdem die Portion Heucobs mit Hesta Mix Classic und dem Mineralfutter der Futtermanufaktur (Rezeptur mit Kräutern für die Niere), das gerade zur Neige geht. Ich werde diese Mischung leicht verändert für die nächsten 2 Monate nochmals bestellen. Sie soll nur weniger Selen enthalten. Grund:

Ich habe Mitte März wie geplant ein großes Blutbild machen lassen. Es ist im Großen und Ganzen positiv ausgefallen, es gibt keine besorgniserregenden Werte. Mir gefällt zwar der niedrige Zink-Wert nicht, der mit 494 ug/l knapp unter dem Referenzbereich und deutlich unter dem letzten Wert vom Oktober liegt. Der die Futtermanufaktur beratende Tierarzt war damit aber zufrieden. Nach seiner Ansicht bedeutet dieser Wert, daß die Organe trotzdem ausreichend versorgt sind. Bei einem Zink-Mangel sei es außerdem zu erwarten, daß es mehr als ein paar Monate dauert, bis die Depots wieder aufgefüllt sind. Da der Selen-Wert im Blut im Vergleich zur letztjährigen Blutuntersuchung gestiegen ist (im Juni 2009 142 ug/l, jetzt 190 ug/l), was nach Meinung des TA zeigt, daß Grisella Mineralstoffe anständig aufnehmen kann, bedeutet der niedrige Zink-Wert ihm zufolge, daß Grisella einen erhöhten Zink-Verbrauch hat. Ich habe deswegen zum Monatsende begonnen, Grisella parallel zum Mineralfutter der Futtermanufaktur aber mit zeitlichem Abstand zusätzlich kurweise (jede 2. Woche) noch ein Zink-Präparat zuzufüttern.

Wegen des eher hohen Glucose-Wertes im Blut (der offenbar aber auch durch den Transportweg zum Labor beeinflußt werden kann) empfahl mir der Tierarzt der Futtermanufaktur, diesen Punkt im Auge zu behalten und bei Gelegenheit die Bauchspeicheldrüse überprüfen zu lassen. Da ich ja auf seinen Vorschlag hin auch schon Leber, Niere, und Gebärmutter untersuchen lassen wollte, habe ich meinen Tierarzt angerufen. Der sagte jedoch, daß er diese Organe mit seinem mobilen Ultraschallgerät nur teilweise erreicht und die Untersuchung daher nicht viel Sinn hat. Ich müßte also Grisella dafür in die Klinik fahren. Da aber kein ernsthafter Verdacht einer Erkrankung besteht, verzichte ich darauf erst einmal. Wegen des Glucose-Wertes im Blut habe ich aber sicherheitshalber Grisellas Äpfel- und Möhrenration halbiert. Zu viel Zucker im Blut kann ein Hinweis auf Diabetes (beim Pferd EMS) sein, dem will ich keinen Vorschub leisten. Das Pyridoxalphosphat im Blut habe ich übrigens "spaßeshalber" auch noch mal messen lassen; es lag mit 7,9 ug/l nur wenig über dem Wert von 6,6 ug/l vom letzten Jahr. Ich werde das aber wie gesagt nicht ernsthaft weiter verfolgen.

Zum Hufwachstum: Seit der Messung im Februar ist Grisellas Huf um ca. 4-5 mm gewachsen. Das finde ich zu wenig. Ich bin gespannt, wie sich das Wachstum jetzt im Frühling verändert. Im Winter ist das Hufwachstum ja langsamer als in der Weidesaison. Leider muss ich bei Grisella derzeit wieder hohle Wände im Huf behandeln. Seit 1,5 Jahren hat sie Probleme damit, vorher waren ihre Hufe 12 Jahre lang quasi wartungsfrei. Die Hufschmiedin, die mich letztes Jahr beraten hat, konnte sich keinen Reim darauf machen, woher diese Löcher in der weißen Linie plötzlich kommen.

Zur Homöopathie: Grisella hat, als sie vor 2 Wochen etwas schlapp war und sie mit Schwellungen auf die Kriebelmücken reagiert hat, nochmals das homöopathische Mittel in der XM bekommen.

Fazit: Wir gehen die Ekzemsaison 2010 in der Hauptsache mit Zink und Homöopathie an, und natürlich mit der Decke. Meine anderen Ansatzpunkte - dunkler Urin, fehlende Rosse - haben keinen Hinweis aufs SE ergeben. Vielleicht ist das ja auch gut so.

Gwenaelle

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April Grisella 2010
« Reply #5 on: Mai 20, 2010, 10:04:34 am »
Beschreibung des Gesundheitszustandes:
Leider hat sich im April ganz wie jedes Jahr zu dieser Zeit das Ekzem eingestellt: Juckreiz ganz eindeutig durch Kriebelmücken (Gnitzen noch kaum, sind dieses Jahr spät dran), Grisella ist zeitweise extrem genervt, besonders am späten Nachmittag/Abend. Sie sucht, wenn sie kann, exponierte Lagen, wo mehr Wind weht und sie weniger gestochen wird und dann in Ruhe fressen kann. Sie scheuert sich momentan mehr als für April normal ist am Kopf, um die Augen rum. Das Euter hat sie bisher relativ in Ruhe gelassen, das war in anderen Jahren schon mehr verbissen. Sonst wirkt sie fit und ist auch flott unterwegs und auf dem Reitplatz ist sie sehr aktiv.

Art der Behandlung:
Seit Mitte April trägt Grisella zum Schutz ihre Decke und auch die Haube. Ich habe einige Bäume mit tief hängenden Ästen noch ausgrenzen müssen, weil sie sich dort heftigst scheuerte und ich aus Erfahrung weiß, daß das schnell zu Wunden führt und Grisella mit dem Scheuern nicht mehr aufhört.

Futter: Grisella bekommt weiterhin die Futtermischung von der Futtermanufaktur mit stark erhöhten Zink- und Vitamin-B6-Gaben, dazu auch weiterhin das Zink-Präparat, wenn es mit zeitlichem Abstand möglich ist. Ich schmiere sie hin und wieder ein und verwende ein Repellent, um das Schlimmste an Mücken abzuhalten. Zur Weide, wo nur wenig Gras zur Verfügung steht, bekommen die Pferde noch täglich satt Heu. Möhren und Äpfel sind jetzt ausgelaufen.

Tierärztlich habe ich nichts weiter unternommen, denn insgesamt steht Grisella ja sonst gut da. Das Hufwachstum hat sich etwas normalisiert: Die letzte Messung lag mit 6-8 mm fast im normalen Bereich, das beruhigt mich. Leider besteht immer noch das Problem mit den hohlen Wänden, die ich regelmäßig behandle, aber es dauert lange, bis die rauswachsen.

Homöopathie: Grisella hat nochmals ihr Mittel nach knapp 4 Wochen bekommen. Bisher ist leider keine Wirkung zu erkennen. Wir wollen den Mai abwarten, um zu überlegen, ob man auf ein anderes Mittel wechselt.

Fazit: Im Moment deutet nichts darauf hin, daß die Fütterung oder die homöopathische Behandlung anschlagen.
« Last Edit: Mai 20, 2010, 10:43:59 am by Gwenaelle »

Gwenaelle

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Mai Grisella 2010
« Reply #6 on: Juni 08, 2010, 04:51:42 pm »
Beschreibung des Gesundheitszustandes:
Grisella ging es im Mai ziemlich gut, nach Monatsmitte sogar erstaunlich gut. Rund um die Augen scheuert sie sich ein bißchen, die Augenlider sind auch geschwollen, andere Stellen läßt sie bisher weitgehend in Ruhe. Auch das Euter ist ein wenig geschwollen, der Mähnenkamm im unteren Teil (trotz Decke) ebenfalls. Sonst ist sie nach wie vor sehr fit. Der Fellwechsel ist Mitte Mai abgeschlossen. Leider hat sich das Bild zum Ende Mai etwas verschlechtert, sie scheuert sich wieder vermehrt und ist manchmal schlecht gelaunt und ruppig zu ihrer Umgebung - vermutlich wenn die Insekten nerven. 

Art der Behandlung:
Grisella bekam Anfang Mai (weil ich im Urlaub war) fast eine Woche lang nur das Zink-Präparat zur täglichen Portion Heucobs dazu, danach wieder die Futtermischung der Futtermanufaktur mit erhöhter Zink- und Vitamin-B6-Zufuhr und wenn möglich ergänzend dazu, mit zeitlichem Abstand, das Zink-Präparat oder einen Leberentgifter (Mariendistel) im Wechsel. Hauptfutter: eine Handvoll eingeweichter Heucobs und 0,5 kg Hesta Mix, sonst abwechslungsreiche Weide. Heu gibt es seit Mitte Mai nicht mehr. Ich schmiere Grisella fast täglich am Euter, Innenseite Hinterschenkel, an der Bauchnaht und den Augen mit Feuchtigkeitslotion ein.

Die Pferde standen im Mai die meiste Zeit auf einer teils leicht sumpfigen Weide an einem Bach, ohne Bäume, recht luftig. Es sind Gnitzen da, manchmal viele, aber Grisella scheint nur wenig genervt. Trotz des schlechten Wetters ist es eine herrliche Zeit für uns. Als der Frühling Ende Mai zurückkommt und es Grisella wieder schlechter geht, ist leider klar, das die vorübergehende Besserung wohl nicht auf die homöopathische Behandlung oder etwas anderes zurückzuführen ist. Wahrscheinlich ging es ihr wegen der niedrigen Temperaturen so gut (den ganzen Monat kaum mehr als 12, 13 °C, viel Regen und auch immer wieder Wind).   

Ende Mai probieren wir, Grisellas geschwollene Augenlider und Euter als Akutmaßnahme mit Apis zu behandeln. Eine eindeutige Reaktion ist nicht zu erkennen. Für die kommenden Wochen müssen wir uns wohl etwas Neues überlegen.

Gwenaelle

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Juni Grisella 2010
« Reply #7 on: Juli 12, 2010, 09:17:04 am »
Beschreibung des Gesundheitszustandes:
Der Juni ist relativ entspannt gelaufen. Grisellas Zustand hat sich nicht verschlechtert, sondern stabilisiert, vielleicht sogar ein wenig gebessert. Trotz der vielen Bremsen und anderen Insekten ist sie im Großen und Ganzen recht entspannt. Wegen der Hitze hält sich die Energie in Grenzen, aber das ist ja normal. Um die Augen rum scheuert sie sich noch und die Lider sind geschwollen, aber es entstehen keinen neuen Wunden. Das Euter ist etwas geschwollen, aber kaum heiß und wird nicht oder kaum gebissen. In den Achseln ist die Haut etwas quaddelig, aber auch ohne Wunden. Neu ist seit einigen Wochen, daß Grisella an den Hinterschenkeln einige kleine Wunden hat, die vermutlich von aufgescheuerten (Bremsen-?)Stichen kommen - genau weiß ich das nicht, aber das Phänomen ist uns aus den letzten Jahren bekannt. Dort ist Grisella auch juckig.

Art der Behandlung:
Die bisherige Fütterung läuft in etwa unverändert weiter. Im Juni hatte ich nicht oft Gelegenheit, Grisella die Zink-Extraportion zu geben. Sie bekam aber regelmäßig die erhöhte Mineralfuttergabe der Futtermanufaktur und das Lebermittel zur unterstützenden Entgiftung. Seit Mitte Juni habe ich alles Getreide vom Futterplan gestrichen und nur noch Heucobs gegeben, um zu sehen, ob Getreide eine Wirkung auf das Ekzem hat - ich konnte aber keine deutliche Besserung erkennen. Sonst freier Weidegang auf einer kräuterreichen Weide. Eingeschmiert wird Grisella jeden 2. Tag mit Feuchtigkeitslotion. Weil sich Grisellas Zustand Ende Mai verschlechtert hatte, habe ich zusätzlich seit Anfang Juni einmal wöchentlich Butox geschmiert. Außerdem bekam Grisella Mitte Juni ein neues homöopathisches Mittel.

Ich bin froh darüber, daß es Grisella für die Jahreszeit erstaunlich gut geht. Ihre Schweifrübe hat sie noch gar nicht traktiert, das ist ungewöhnlich. Es sind zwar überall Ekzemspuren zu sehen, aber es wird nichts schlimmer, obwohl wir uns jetzt langsam der Hauptekzemzeit nähern. Woher diese Nichtverschlechterung kommt, kann ich allerdings momentan noch nicht zuordnen. Daß es die Mikronährstofftherapie ist, glaube ich weniger, sonst hätte man im Frühling schon eine leichte Besserung erkennen müssen - meiner Meinung nach. Ob die Homöopathie gerade hilft oder wir die Entspannung Butox zu verdanken haben, das wird sich wohl erst im Laufe der Zeit zeigen.

Gwenaelle

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Juli Grisella 2010
« Reply #8 on: August 12, 2010, 12:03:33 am »
Beschreibung des Gesundheitszustandes:
Der Juli setzt sich in etwa fort wie der Juni. Zweimal hatte Grisella, wohl weil die Trockenheit in Regen überging und mehr Mücken unterwegs waren, ein geschwollenes Euter auch mit Bißspuren gehabt, das aber nach wenigen Tagen wieder (für die Saison) normal dick war. Die Wunden sind dementsprechend auch schnell abgeheilt. An den Hinterbacken hat Grisella weiterhin diese kleinen Wunden, wie aufgescheuerte Pusteln, die im Laufe der Wochen immer mehr und dafür weniger dick geworden sind. Es juckt sie dort weiterhin. Ende Juli hat Grisella dann auch am Kopf rechtsseitig einige Macken vom Scheuern bekommen, nach einer Woche war da aber wieder Ruhe. Insgesamt ist das für Grisella ein sehr ruhiger Juli gewesen, normalerweise hat sich das Ekzem bei ihr bis Ende Juli immer maximal hochgeschaukelt. Zum ersten Mal in diesem Jahr ist die Schweifrübe unberührt, die hatte sie in den letzten Jahren spätestens im Juli aufgebissen gehabt. Grisella ist ziemlich entspannt und wenn ich ihr nicht gerade während der abendlichen Gnitzenzeit die Decke zum Wechseln abmache, scheinen ihr die Insekten fast nichts auszumachen. Schöner Nebeneffekt ihres besseren Befindens: Ich muß kaum noch Decken nähen (juchhu). In der 2. Hälfte Juli hat Grisella 2x einige Tage ganz leicht gelahmt (im Schritt nicht sichtbar), aber sonst geht es ihr wirklich recht gut.

Art der Behandlung:
Fütterung: Weiterhin das Mineralfutter der Futtermanufaktur mit Heucobs vermischt und einer Handvoll Sonnenblumenkerne. Hin und wieder wenn ich Zeit habe, gibt's eine Zink-Extragabe. Heparal (Leberentgifter) war Ende Juni ausgelaufen. Die getreidefreie Fütterung habe ich bis Mitte Juli weitergeführt und nach insgesamt 4 Wochen abgebrochen, weil keine wesentliche Wirkung auf das Ekzem zu erkennen war. Seitdem gibt's wieder Hafer und Hesta Mix. Sonst ganztägiger Weidegang wie gehabt.
Einschmieren: Ich bin wieder zu täglichem Schmieren übergegangen und habe verschiedenes ausprobiert: Ballistol, Kokosöl, dazwischen Aldi-Lotion. Ballistol hat einmal über Nacht nicht verhindern können, daß Grisella sich das Euter aufbeißt, ich zweifle daher an der Repellentwirkung. Aldi-Lotion scheint der Haut gut zu tun. Beim Kokosöl bin ich mir noch nicht sicher, ob es sich positiv aufs Ekzem auswirkt. Einmal pro Woche bekommt Grisella 50-60 ml Butox auf unterschiedliche Stellen am Körper verteilt, die sie nicht gut erreichen kann. An den Hinterbacken zum Beispiel, wo es aber keinen direkten Einfluß auf die Pusteln zu haben scheint. Das zuletzt gegebene homöopathische Mittel habe ich Grisella im Juli noch 2x Mal gegeben.

Wegen der kleinen Scheuer- und Beißattacken, die vielleicht auch auf das jetzt wieder feuchtere, insektenfreundlichere Wetter zurückzuführen sind, fürchte ich ständig, daß das Ekzem plötzlich wieder loslegt, wie sonst die letzten Jahre. Aber wir haben letztendlich den Juli ganz gut überstanden - aus welchen Gründen auch immer. Für die Pusteln an den Hinterbacken, die ich mir nicht ganz erklären kann (der Bereich ist eigentlich weitgehend durch die Decke geschützt), möchte ich als nächstes noch Derfen ausprobieren, von dem ich beim Forumstreffen einen guten Eindruck bekommen habe.

Gwenaelle

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August Grisella 2010
« Reply #9 on: September 02, 2010, 09:41:26 pm »
Beschreibung des Gesundheitszustandes:
Im August hat sich Grisella etwas mehr am Kopf gescheuert als im Juli, aber es ist kein Vergleich zu den letzten Jahren. Ende August hatte sie auch ein paar Wunden an den Augen, vielleicht war das der diesjährige Höhepunkt des Ekzems, denn ab September geht es bei uns normalerweise langsam (sehr langsam) wieder bergauf. Am Euter hatte sie diesen Monat nur einmal eine Bißwunde, sonst ist die Ecke dort ungewohnt heile geblieben. Die Hinterbacken haben sich leider nicht gebessert, da ist nach einer Beruhigung Mitte August nun wieder etwas schlimmer geworden und es juckt Grisella dort auch recht stark. Sonst geht es Grisella gut, aber sie scheint mir etwas mehr von Mücken & Fliegen genervt als im Juli.

Art der Behandlung:
Fütterung: Hier habe ich weiterhin darauf geachtet, daß Grisella eine doppelte Spurenelement-Portion bekommt, vor allem was das Zink angeht. Wenn möglich das Zink auch getrennt vom anderen Mineralfutter gefüttert. Sonst bekommt sie Hafer und/oder Hesta Mix und/oder Heiro (Kräuterwiese) oder auch mal Heucobs, seit 10 Tagen auch eine Handvoll Leinsamen dazu. Obwohl ich nicht erkennen kann, ob die jetzt schon fast 9-Monate-lange erhöhte Zugabe von Mineralstoffen etwas bewirkt, werde ich diese Fütterung auf jeden Fall erst einmal weiterführen.
Einschmieren: In den ersten 2/3 vom August habe ich Grisella täglich mit Kokosöl eingeschmiert, weil mir schien, daß es die Insekten etwas fernhält und die Haut gut pflegt. Außerdem habe ich ca. 2 Wochen lang Derfen ausprobiert, und zwar an der linken Hinterbacke. Zunächst schien sich diese Seite etwas schneller zu bessern als auf der rechten, aber das hat sich bis Ende August nicht weiter so entwickelt. Ich hatte zuerst in größeren Abständen Derfen geschmiert, und als sich nicht viel tat, in kürzeren. Grisella blieb an dieser Hinterbacke auch genauso juckig wie auf der anderen.
Einmal habe ich zur Abwechslung Aldi-Lotion anstelle des Kokosöls geschmiert, daraufhin hat sich Grisellas Haut an diesen Stellen ziemlich heftig geschält. Es schien ihr nichts auszumachen, aber ich habe das restliche Drittel vom August dann gar nichts mehr geschmiert - ohne erkennbare Verschlecherung an diesen Stellen.
Einmal pro Woche habe ich Grisella wie gehabt mit Butox eingeschmiert.

Das vermehrte Scheuern am Kopf und die größere Genervtheit könnte man eventuell darauf zurückführen, daß meine Pferde seit Anfang August auf einer Weide sind, wo es zwar Schutz, aber keinen dunklen, noch zusätzlich von Wald geschützten Unterstand gibt wie auf der Weide vorher. Vielleicht fehlt Grisella ihr Versteck, in dem sie von Insekten jeder Art (im Juli waren es vor allem die Bremsen, die sie genervt haben) Zuflucht suchen kann. Das ist halt schwierig zu sagen.

Ihr homöopathisches Mittel hat Grisella im August noch als Gläschenmethode bekommen, ohne erkennbare Veränderung des Ekzems. Es ist wohl doch nicht das richtige Mittel für sie.

Die Hufe sind im Laufe des Sommers wieder besser geworden. Bis auf ein Loch in der weißen Linie am linken Vorderhuf sind die anderen Löcher rausgewachsen. Ich bin gespannt, ob die Fütterung sich langfristig positiv darauf auswirkt oder ob es mit den Löchern, die plötzlich aus dem Nichts entstehen, weitergeht.

Gwenaelle

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September Grisella 2010
« Reply #10 on: Oktober 19, 2010, 10:07:00 pm »
Beschreibung des Gesundheitszustandes:
Im September gibt es nicht viel Neues zu berichten. Grisella ist häufig etwas unruhig und hat viel Bewegungsbedarf - ich denke, das liegt am deutlich kühleren Wetter. Auf dem Reitplatz und im Gelände hat sie es meist eilig. Sie ist nicht unkonzentriert, aber es ist so eine gewisse Unruhe in ihr. Sie scheuert sich nach wie vor am Kopf (um die Augen bis zur Nase, an den Ohren), hat immer mal wieder größere oder kleinere Macken, die dann nach einigen Tagen abheilen. Das Euter ist weiterhin unversehrt, es wächst schon der Winterflaum drüber. So früh haben die Pferde glaube ich noch nie ihr Winterfell bekommen. Grisella sieht aus wie ein Robbenbaby. Die Pusteln an den Hinterbacken werden nur sehr langsam kleiner, der Juckreiz ist dort stark und man beobachtet Grisella immer wieder dabei, wie sie sich im Sitzen schubbelt. Es gibt viele Gnitzen in den Abendstunden, von denen Grisella nicht über die Maßen genervt scheint. Beide Pferde treten sich tagsüber mehr wegen der Fliegen (Wadenstecher?) gegen den Bauch, die offenbar immer noch vor allem in die Beine beißen.

Art der Behandlung:
Fütterung: Alles beim alten. Ich wechsle zwischen diversen Mineralfuttern, die den Bedarf abdecken und eine Zusatzportion Zink geben (Orthosal Zink, Masterhorse Zink Pro, Green Season, Ismo-Plus-M, ...).
Schmieren: Butox zum letzten Mal am 19. September, das sollte für dieses Jahr reichen. Sonst nichts regelmäßig, hin und wieder mal Wundbehandlung mit Kokosöl, Aldi-Lotion oder Emu-Salbe ohne besonderen Anspruch: Die Wunden heilen auch so nach einer Weile ab).
Die Decke hat sie natürlich noch an, das wird auch mit Sicherheit bis November so bleiben.

Gwenaelle

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Abschlußbericht Grisella 2010
« Reply #11 on: Januar 05, 2011, 02:11:50 am »
Nachdem das Ekzemjahr 2010 nun abgeschlossen ist, möchte ich einen Überblick über die letzten Monate und eine kleine Zusammenfassung geben.

Beschreibung des Gesundheitszustandes:
Seit September sind die Symptome wie immer um die Jahreszeit ganz langsam zurückgegangen. Daran, daß die Haare allmählich nachwachsen, kann man erkennen, daß Grisella sich weniger scheuert. Sie wird aber immer wieder gesehen, wie sie sich im Sitzen am Hintern scheuert - auf dem Foto auch an der Erde zu erkennen, die an den Haaren haften bleibt. Anfang November hat sie sich das letzte Mal an den Augen aufgescheuert, vermutlich aufgrund der besonders milden Tage, an denen nochmal viele Gnitzen unterwegs waren und Grisella ohne Haube war. Insgesamt scheint es ihr ungefähr gut zu gehen, wir unternehmen viel auf Reitplatz und im Gelände, sie ist fit und recht gut gelaunt. Also keine besonderen Änderungen im Vergleich zu vorher. Jetzt Anfang Januar 2011 scheuert sich Grisella zwar nicht mehr an den frei zugänglichen Bäumen und Zäunen, aber wenn man sie am Kopf und an den Hinterbacken kratzt, genießt sie es mehr als ihr Weidebruder Little - die SE-Saison ist bei uns also erst jetzt am Ausklingen.

Art der Behandlung:
Fütterung: Voller Weidegang bis Ende November, wegen des starken Schneefalls dann Zufütterung mit Heu. Das Mineralfutter (seit Anfang November wieder eine individuelle Mischung von der Futtermanufaktur) enthält nach wie vor erhöhte Mengen an Mineralien/Spurenelementen und wird mit Heucobs zusammen verfüttert. Dazu kleinere Mengen Kraftfutter (Hestamix, Hafer, insgesamt weniger als 1/2 kg pro Tag), Äpfel, Möhren.
Mitte Oktober habe ich Grisella noch einmal mit Butox eingeschmiert, da mir der Juckreiz wieder stärker zu sein schien. Wegen des kühleren Wetters hatte ich Grisella Anfang November die Decke kurzzeitig ausgezogen und, als es wieder wärmer wurde, aus Zeitmangel die (kaputte) Haube nicht wieder angezogen. Das war ein Fehler, der sich mit vermehrtem Scheuern am Kopf rächte und mir mal wieder gezeigt hat, wie wichtig die Decke für Grisella ist.

Fazit zum Ekzemjahr 2010:
2010 war deutlich besser als die Jahre davor. Das ist die gute Nachricht. Die wichtigsten Faktoren dabei sind die Decke und, wie mir scheint, das Einschmieren mit Butox (erstmalige und dauerhafte Verbesserung 3-4 Wochen nach dem ersten Einschmieren), das schlimmes Scheuern aufs Blut wie in den Vorjahren zum größten Teil verhindert hat (siehe Fotos in der Vorgeschichte). Die deutlichste Verbesserung war am Euter (weniger Wunden) und an der Schweifrübe zu sehen, wo keine Wunden mehr auftraten. Am Kopf (Augen, Schopf, Ohren) waren die Wunden geringer, auch die Achselhöhlen und Hinterbacken waren weniger betroffen.
Die Mikronährstofftherapie mit erhöhten Mengen von Mengen- und vor allem Spurenelementen - allen voran Zink - hat kein sichtbares Ergebnis gebracht, das eindeutig darauf zurückzuführen wäre. Da eine solche Behandlung aber Zeit braucht, kann es sein, daß sich der Erfolg erst später einstellt. Daher werde ich diese Behandlung auf jeden Fall in derselben Weise fortsetzen.
Bei der klass. Homöopathie haben wir einiges ausprobiert, es war jedoch für mich keine Reaktion zu erkennen. Auch diese Behandlung möchte ich fortsetzen, weil ich mir von der Homöopathie viel verspreche. Interessant wäre zu wissen, warum Grisella bislang auf kein homoöpathisches Mittel deutlich reagiert hat. Gibt es hier eine Blockade, die als erstes zu lösen wäre?
Sämtliche anderen Schmiermittel und Repellents wie Aldi-Lotion, Kokosöl, Ballistol, Centaura, LMMA, Derfen etc. haben über mehrwöchige Anwendungsdauer keine wesentliche Verbesserung gebracht. Traurig, aber wahr.

Die schlechte Nachricht: Was schon in den Vorjahren deutlich geworden war, hat sich auch dieses Jahr besonders gezeigt: nämlich daß der Juckreiz bei Grisella besonders um die Augen herum und an den Hinterbacken am größten ist, was erst im Jahresverlauf erkennbar wird. Warum das so ist, ist mir ein Rätsel, denn diese Stellen sind nicht in besonderem Maße Insektenstichen ausgesetzt. Auch andere Gründe kann ich nicht erkennen. Zur Erinnerung: Grisella hat im Großen und Ganzen keine Scheuermöglichkeiten, da ich mit Elektrozaun alle Bäume, Zäune etc. ausgrenze. 
« Last Edit: Januar 05, 2011, 02:20:26 am by Gwenaelle »